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Wann sollte man Siporax tauschen

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    • Wann sollte man Siporax tauschen

      Hallo Kilcker,

      seit nunmehr zwei Jahren läuft in meinem 60iger im Filter Siporax Röhrchen von sera mit. An sich läuft auch alles schick im Becken und damit es auch so bleibt würde ich gerne mal wissen wer denn Erfahrung damit hat wie bei dem Zeugs die Wechselinterwalle sind, oder ob man es überhaupt von Zeit zu Zeit tauschen sollte :rolleyes:
      Gruß Micha

      Nichts ist so beständig wie die Veränderung!
    • Hiho.

      Siporax - Das Filtermedium aus Sinterglas

      Viele Aquarianer haben Probleme mit dem Nitratgehalt in ihren Süßwasserbecken, oftmals sind sie einem gar nicht bewusst und äußern sich im schlimmsten Fall erst, wenn es für das Becken bereits zu spät ist. Auswirkungen eines zu hohen Nitratgehaltes zeigen sich in den meisten Fällen mit verstärktem Algenwuchs (Pinselalgen,Fadenalgen, etc.). Oft helfen dann nur massive Teilwasserwechsel mit nitratfreiem Wasser, welches zB. durch Umkehrosmose erst erzeugt werden muss.

      In der Natur, bzw. in natürlichen Gewässern hingegen ist Nitrat, wenn überhaupt, nur in Spuren nachweisbar. In der Welt der Aquarienbewohner hingegen ist Nitrat iso gut wie immer nachweisbar. Ein Aquarium stellt ein geschlossenes System dar, in dem ohne kontinuierlichem Wasseraustausch die Nitrifikationskette ständig arbeitet.

      Bei Garnelenaquarien ab 30L kann man im Regelfall nicht von einer Schadstoffbelastung wegen Überbesatz reden, jedoch spielt auch hier die Nitrifikationskette eine wichtige und bedeutende Rolle. Stoffwechselprodukte der Zwerggarnelen, Krebse und Schnecken, sowie Futterreste und abgestorbene Pflanzenteile stellen eine Belastung für das Aquariensystem dar, welche nur durch einen regelmäßigen Wasserwechsel und/oder einem gut dimensionierten Filtersystem in den Griff zu bekommen ist.

      Um ein qualitativ hochwertiges Aquarienwasser den Tieren bieten zu können, muss die Konzentration folgender Bestandteile der Nitrifikationskette unbedingt im Auge behalten werden. Hierzu zählt zum Einen die Konzentration an Ammonium/ Ammoniak und Nitrit, sowie Nitrat. Der Phosphatwert, sowie die Dosierung an essentiellen Mineralien muss selbstverständlich ebenfalls für eine gute Wasserqualität unter Beobachtung gestellt werden.

      Mit den, in der Aquaristik eingesetzten Filtermedien ist man in der Lage, sowohl Ammonium/Ammoniak als auch Nitrit bis unter deren Nachweisgrenze abzubauen und in das Endprodukt Nitrat umwandel zu lassen.

      Doch was geschieht nun mit dem kontinuierlich entstehendem Nitrat im Aquarium? Ein Großteil des Nitrats wird von der Pflanzenwelt absorbiert bzw. aufgenommen und für das Wachstum verwertet. Dennoch ist Nitrat in den meisten Fällen in unseren Aquarien mit diversen Tests nachweisbar. Hierbei spielt demzufolge die Pflege des Aquariums eine große Rolle um dem unbedenklichen Nitratwert von 10-25 mg/l nicht zu übersteigen.

      Wir haben die Beobachtung machen können, dass ein Nitratwert über 25 mg/l zu Wachstumshemmungen und Verkrüppelungen bei der Häutung der Zwerggarnelen führen kann. Behaltet also euren Nitratwert im Auge und steuert bei Bedarf mit regelmäßigem Wasserwechsel (Teilwasserwechsel bis zu 30% des Wasservolumens des Aquariums) gegen.

      Jetzt kommen wir zu einem wirklich interessanten Filtermedium, dem Sinterglas, in der Aquaristik auch bekannt als Siporax.

      Siporax ist ein biologisch aktives Filtermedium. Die Besiedlungsoberfläche von Siporax umfasst pro Liter des Materials circa 280 Quadratmeter. Somit vergrößert sich die Filterfläche um ein Vielfaches und Schadstoffe können durch die, auf Siporax siedelnden Bakterien effektiver abgebaut werden.

      Siporax gilt als Hochleistungsmedium, welches in der Filtertechnik eingesetzt wird. Mit Hilfe der offenporige Tunnelstruktur bietet den Reinigungsbakterien optimale Prozessbedingungen. Die Größe der Poren sind vom Hersteller so gewählt worden, dass zu schnell durchfließendes Wasser keine wertvollen Bakterien ausspülen kann. Außerdem begünstigen sie die essentielle Sauerstoffversorgung der Bakterien, da eine dafür notwendige Durchströmungsmenge gewährleistet ist. Hierbei erzielt Siporax im Gegensatz zu anderen handelsüblichen Medien wie zum Beispiel keramische Filtermedien eine bis zu 35- fach höhere Abbauleistung. Das heisst, dass man hier nicht nur effektiver filtern kann, sondern auch mit weniger Material durchaus weniger Platz benötigt bei einer viel höheren Filterleistung.

      Die Siporaxröllchen können ohne Rucksackfilter oder Außenfilter auch bei gut durchströmten Zonen im Aquarium direkt eingebracht werden, sie bieten den Zwerggarnelen unter anderem auch eine sehr gute Nahrungsquelle und sollte unserer Meinung nach im heimischen Garnelenaquarium nicht fehlen.
      mfg Jens


      Nur wer seine Mitte kennt, weiß in welche Richtung er gehen muss.

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    • Hallo Micha,
      habe mein Siporax jetzt locker 6 Jahre im Einsatz.
      Irgendwann wird das Material müde, sprich brüchig.
      Dann erst tausche ich es aus.
      Sonst nur unter lauwarmen Wasser ausspülen.
      Das beste Filtermaterial was es gibt.
      Wird aber aktuell gerade bei den Pflanzenaquarianern zerissen weil es angeblich die Makros frisst.
      Nitrat in kleinen Mengen bei geringer Durchflußleistung ist in anaeroben Millieu möglich aber Phosphat ??
      Einfach nur ..... :love:
      In jeden meiner Nanos habe ich Garnelenröhrchen aus Siporax geklebt.
      LG Reiner
      Über Musik zu sprechen ist wie über Architektur zu tanzen
      -Steve Martin-
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