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Standzeit von Soilböden - oder es wird schlammig...

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    • Standzeit von Soilböden - oder es wird schlammig...

      Hallo,

      es wird ja immer wieder über die Nutzungsdauer von Soilböden diskutiert und jeder hat da seine eigenen Erfahrungen. Oft wird von ca. einem Jahr Standzeit geschrieben bis der Soil ausgelaugt ist und sich die Wasserwerte ändern. Manch einer neigt dann vielleicht dazu, den Soil einfach auszutauschen weil man das eben so macht, genau wie man Leuchtstoffröhren nach 6 Monaten tauschen soll, wenn es nach den Herstellern geht ;). Meine halten übrigens so um die 3-4 Jahre. Sicher kommt es immer auf die vorhandenen Wasserwerte an, um den Verbrauch des Bodengrundes zu beurteilen. Bei hartem Leitungswasser ohne jegliche Aufbereitung wird er sich warscheinlich auch nach ca. 1 Jahr verbraucht haben. Wenn man aber mit aufbereitetem Osmose oder VE-Wasser arbeitet, ist die Standzeit doch erheblich höher. Ich habe mal ein wenig Buch geführt, wann ich meine Becken neu eingerichtet habe und wie lange der Soil drin war bis zur nächsten Kompletterneuerung. Im Durchschnitt sind es ca. 2 Jahre, bei einigen auch 2,5 Jahre bis ich den Bodengrund tausche. Danach ist der Soil aber auch wirkich stark verschlammt. Seltsamerweise laufen diese Becken meist am besten und sind voll mit Jungtieren. Deshalb fällt es mir immer schwer, den richtigen Zeitpunkt zu erwischen, wenn ich das Becken ausräumen kann.

      Bei einem meiner Becken war es nun aber mal wieder soweit. Das Becken läuft seit Mitte 2013 und somit seit 2,5 Jahren mit ADA Amazonia auf einem Bodenfilter und zusätzlichem HMF. Es ist besetzt mit Super Crystal Red in allen möglichen Qualitäten. Das Becken läuft seit langer Zeit stabil und ist eigentlich immer voll mit Jungtieren. Allerdings ist die Anzahl der Tiere wohl inzwischen zu hoch für die 40L Nettovolumen. Ich müßte da soviel Futter reinwerfen, dass ich die Wasserqualität nicht dauerhaft sicherstellen könnte. Die Garnelen haben sich sogar am Javafarn vergriffen und die Blätter abgefressen :uncomfortableness:.

      Seit einiger Zeit ist das Wasser auch permanent trüb, da das Steigrohr vom BoFi den Mulm aus dem Bodengrund nach oben befördert. Es wurde also langsam mal Zeit zu handeln. Also habe ich diese Woche angefangen, die Tiere umzusetzten. Natürlich hatte ich dafür ein anderes Becken Anfang Januar vorbereitet und einlaufen lassen. Ich bin kein Freund von Umräumaktionen von einem Tag auf den anderen, erst recht nicht bei so einer großen Anzahl von Tieren. Denn nachdem ich die Wurzeln und Pflanzen rausgeholt hatte, konnte ich die Menge an Tieren erstmal grob abschätzen.
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      Na wer hat schon durchgezählt? Ich habe nicht gezählt beim Keschern aber grob geschätzt waren es ca. 300-400 Tiere, darunter natürlich auch frisch entlassene Jungtiere von nur 1mm Größe, die ich mit der Taschenlampe suchen durfte ;). Inzwischen tummeln sich alle in ihrem neuen Heim nebenan...

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      Nachdem die Tiere alle aus dem Becken raus waren, hab ich mal den Bodengrund abgelichtet. So sah die obere Schicht aus:

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      und nachdem ich die obere Schicht etwas weggeschoben hatte, kam der Mulm ans Tageslicht:

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      Ich hätte nicht gedacht, dass es soviel Mulm ist :confused: Der ganze Boden bestand nur noch aus Mulmschlamm. Aber Mulm ist auch ein guter Puffer für die Wasserwerte und bietet genug Mikroorganismen für die Garnelenbabies. Auffällig war aber, dass fast keine Turmeckelschnecken mehr im Boden zu finden waren. Vielleicht haben die Bakterien schon zuviel Sauerstoff verbraucht, dass die Schnecken eingegangen sind.

      Fazit:

      Soil kann durchaus länger genutzt werden als allgemein empfohlen wird, besonders wenn man mit aufbereitetem Wasser arbeitet. Bei angepasstem Besatz der Becken halte ich 3 Jahre für durchaus möglich. Wenn man sehr hohe Besatzdichten hat und auch viel Staubfutter geben muss, sollte man regelmäßig den Boden kontrollieren, wieviel Mulm sich schon angesammelt hat.

      Natürlich dürft ihr hier auch gern eure eigenen Erfahrungen mitteilen.
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      Gruß

      Marko

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      Keine persönliche Beratung per PN, das Forum lebt von euren Fragen und Beiträgen. Danke für euer Verständnis.

      Tauschliste Garnelen-Stammtisch Berlin
    • Hi Marko,
      das ist echt heftig was sich da angesammelt hat.

      Ich hatte ja bisher erst ein Becken mit Bofi und Soil... war nicht so meins.
      Ich habe mehr Erfahrung mit Becken die eine dünne Soil Schicht haben (ca. 1-2 cm), da sammelt sich auch viel Mulm an nur hat man da den Vorteil das man relativ Problemlos mit einer Mulmglocke da durch gehen kann. Bei mir hat sich bei diesen Becken des öfteren gezeigt wenn kaum noch Jungtiere hoch kommen das es dann dringend Zeit wird den Mulmsauger aus der Ecke zu kramen, denn im Anschluss an diese Reinigung kamen die Nachfolgenden Würfe wieder ohne Probleme hoch.
      Standzeiten des Soil habe ich nicht im Kopf... ich glaube das längste waren 3 Jahre - beim Umzug habe ich alle Becken umgestellt.
      LG Marina

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von La-Luna ()

    • Hallo Marko,
      das was Du da siehst ist in dem Sinne kein Mulm im klassischen Sinne.
      Zu 90 Prozent einfach nur Abrieb des Soils selber.
      Durchmulmen mit einem Bodengrundsauger ist da logischerweile der größte aber oft gemachteste Fehler [Abrieb] .
      LG aus Krefeld sendet Reiner
      Über Musik zu sprechen ist wie über Architektur zu tanzen
      -Steve Martin-
    • Hallo Chris,

      wer kommt denn auf solche Ideen? Alten Soil eintrocknen lassen und dann einfach wieder Wasser drauf. :confused:

      @Reiner: natürlich ist in dem Mulm auch jede Menge Abrieb vom Soil mit drin, also eher eine Mischung aus Mulm und Schlamm.
      Gruß

      Marko

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