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Natürlicher Biorhytmus der Garnelen

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    • Natürlicher Biorhytmus der Garnelen

      Hallo alle zusammen,

      gestern Abend auf unserem Stammtisch Nord kam für mich eine interessante Diskussion zustande. Diese will ich auch mal hier zur Diskussion stellen.

      Wir haben über die Vermehrung von Garnelen gesprochen. Also Winterpausen und natürliche Vermehrungsstops.
      Man hat ja schon immer mal wieder gehört, das es bei einigen im Becken Vermehrungspausen gibt, bei anderen treten diese gar nicht auf. Manchmal sind sie im Sommer, bei anderen eher im Winter.

      Ein Thema war, das Tigergarnelen eher im Sommer Vermehrungspause machen. Bienengarnelen dafür im Winter.
      Die Erfahrung eines anwesenden Züchters zeigte, das Tigergarnelen sich eher bei kühleren Temperaturen vermehren (außer die Tangerine Tiger, die da irgendwie eine Ausnahme darstellen), während Bees eher zur Vermehrung eher wärmeres Wasser bevorzugen. Bei diesem Züchter leben alle Garnelen in Becken ohne Heizung, und daher sind die Becken den natürlichen Temperaturschwankungen ausgesetzt, die so im Laufe des Jahres in seinem Zuchtraum herschen. Da es ein reiner Zuchtraum ist, wird dieser auch nicht großartig zugeheizt.
      Auch die Erfahrung einer zweiten Anwesenden Züchterin zeigten, das ihre Tigergarnelen erst jetzt im Herbst wieder mit der Vermehrung beginnen, während den ganzen Sommer über Pause herrschte.

      Ein weiterer Gedanke kam im Zuge dieser Diskussion auf. Nämlich folgender: Wenn man Garnelen wirklich sich selbst überlasst, und nicht regelmäßig durch Verkäufe den Bestand im Becken reduziert, verringert sich irgendwann die Vermehrungsrate. Also die Garnelen entwickeln weniger Eiflecke und es entwickelt sich dadurch auch weniger Nachwuchs.
      Jetzt haben wir überlegt woran das Liegen könnte. Da es sich bei diesem Becken, indem die Garnelen seit 2 Jahren wirklich sich selbst überlassen sind, um ein 300l Becken handelt, ohne Fische, kann vermutlich ausgeschlossen werden, das die Besatzdichte erreicht ist. So kam die Theorie auf, das Garnelen in ihren natürlichen Habitaten ja dauerhaft Fressfeinden ausgesetzt sind, und sich vermehren müssen um ihre Art erhalten zu können. Indem wir nun regelmäßig Garnelen abfischen, sind wir als Halter quasi der natürliche Feind der Garnelen und die Garnelen behalten den natürlichen Trieb die Art erhalten zu wollen, und vermehren sich fleißig weiter. Hört man irgendwann auf Garnelen abzufischen, verschwindet auch der natürliche Feind und unsere Garnelen reduzieren die Vermehrung.

      Das soll es an dieser Stelle erst einmal gewesen sein, ich bin gespannt, was ihr von diesen Theorien haltet.

      Lieben Gruß, Annika
    • Hallo Zusammen,

      annika82 schrieb:


      Wir haben über die Vermehrung von Garnelen gesprochen. Also Winterpausen und natürliche Vermehrungsstops.
      Man hat ja schon immer mal wieder gehört, das es bei einigen im Becken Vermehrungspausen gibt, bei anderen treten diese gar nicht auf. Manchmal sind sie im Sommer, bei anderen eher im Winter. Ein Thema war, das Tigergarnelen eher im Sommer Vermehrungspause machen. Bienengarnelen dafür im Winter.
      Die Erfahrung eines anwesenden Züchters zeigte, das Tigergarnelen sich eher bei kühleren Temperaturen vermehren (außer die Tangerine Tiger, die da irgendwie eine Ausnahme darstellen), während Bees eher zur Vermehrung eher wärmeres Wasser bevorzugen. Bei diesem Züchter leben alle Garnelen in Becken ohne Heizung, und daher sind die Becken den natürlichen Temperaturschwankungen ausgesetzt, die so im Laufe des Jahres in seinem Zuchtraum herschen. Da es ein reiner Zuchtraum ist, wird dieser auch nicht großartig zugeheizt.
      Auch die Erfahrung einer zweiten Anwesenden Züchterin zeigten, das ihre Tigergarnelen erst jetzt im Herbst wieder mit der Vermehrung beginnen, während den ganzen Sommer über Pause herrschte.


      Die erste Theorie, was den Vermehrungstopp angeht, kann ich nicht bestätigen. In allen Becken ( Ich halte Tibee`s, TaiTiBee`s, Snow`s, rote Tiger und NewBee`s) habe ich Nachwuchs in den Sommer und Wintermonaten.

      annika82 schrieb:


      Ein weiterer Gedanke kam im Zuge dieser Diskussion auf. Nämlich folgender: Wenn man Garnelen wirklich sich selbst überlasst, und nicht regelmäßig durch Verkäufe den Bestand im Becken reduziert, verringert sich irgendwann die Vermehrungsrate.


      Diesen Teil kann ich ebenfalls nicht bestätigen, da ich bisher keine Tiere abgegeben habe. Auch hier muss ich zumindest für mich sagen, dass sich, obwohl ich den Bestand nicht reduziere, kein Vehrmehrungsstopp eingestellt hat.

      annika82 schrieb:


      So kam die Theorie auf, das Garnelen in ihren natürlichen Habitaten ja dauerhaft Fressfeinden ausgesetzt sind, und sich vermehren müssen um ihre Art erhalten zu können. Indem wir nun regelmäßig Garnelen abfischen, sind wir als Halter quasi der natürliche Feind der Garnelen und die Garnelen behalten den natürlichen Trieb die Art erhalten zu wollen, und vermehren sich fleißig weiter.


      Zu diesem Punkt möchte ich sagen, dass der natürliche Arterhaltungstrieb nicht unbedingt was mit Fressfeinden zu tun hat, denn schliesslich vermehren sich ja auch Tiere, die nur wenige bis gar keine Fressfeinde haben. Sollte der Auslöser sich zu vermehren um die Art zu erhalten nur daran liegen, dass es Fressfeinde gibt, würde in der Natur etwas falsch laufen.

      Beste Grüße,

      Torsten
      "Freundschaft ist eine Tür zwischen zwei Menschen. Sie kann manchmal knarren, sie kann klemmen, aber sie ist nie verschlossen."
      -Balthasar Gracián y Morales-
    • Hallo Thorsten,

      soweit ich das mitbekommen hab, gibst du zwar keine Tiere ab, aber du hast in den letzten Monaten doch immer wieder neue Becken eingerichtet um gezielt weiter zu züchten können. Auch so hast du doch Tiere immer wieder getrennt, teilweise sogar gezielt verpaart. In deinen Becken war meines Wissens nach ständig Bewegung drin.

      Ich bin mir gerade nicht mal sicher, ob du im Moment überhaupt ein Becken hast, indem du einfach eine Art hälst, die nicht zu deinem Zuchtprojekt dazugehören.

      Außerdem würde ich bei deiner Wohnsituation sagen, das die Becken nicht direkt natürlichen Temperaturschwankungen ausgesetzt sind, wie z.B. in einem Zuchtraum. Dein Wohnzimmer, wo sich meines Wissens nach, deine Becken befinden, wird im Herbst und Winter ja nicht auskühlen.

      Und warum vermehren sich Tiere denn sonst, außer die Art zu erhalten? Soweit ich weiß, sind die Menschen die einzigen die den Paarungsakt vollziehen, weil er ihnen Spaß macht.


      Gruß Annika
    • Hallo Annika,

      annika82 schrieb:


      soweit ich das mitbekommen hab, gibst du zwar keine Tiere ab, aber du hast in den letzten Monaten doch immer wieder neue Becken eingerichtet um gezielt weiter zu züchten können. Auch so hast du doch Tiere immer wieder getrennt, teilweise sogar gezielt verpaart. In deinen Becken war meines Wissens nach ständig Bewegung drin.
      Ich bin mir gerade nicht mal sicher, ob du im Moment überhaupt ein Becken hast, indem du einfach eine Art hälst, die nicht zu deinem Zuchtprojekt dazugehören.


      Dieses trifft nur teilweise zu. Die Snows, die NewBees, die roten Tiger gehören nicht zum Projekt. Ebenfalls auch ein nicht unerheblicher Teil von Projekttieren, die ich auch in Ruhe lasse, da diese momentan keine Rolle spielen.

      annika82 schrieb:


      Außerdem würde ich bei deiner Wohnsituation sagen, das die Becken nicht direkt natürlichen Temperaturschwankungen ausgesetzt sind, wie z.B. in einem Zuchtraum. Dein Wohnzimmer, wo sich meines Wissens nach, deine Becken befinden, wird im Herbst und Winter ja nicht auskühlen.


      Auch wenn ich ein einer 1Zimmerwohnung lebe, mache ich auch ab und zu mal die Balkontür auf und das gerne auch mal über einen längeren Zeitraum, sodass sich in meiner Kemenate auch Temperaturschwankungen ergeben.

      Beste Grüße,

      Torsten
      "Freundschaft ist eine Tür zwischen zwei Menschen. Sie kann manchmal knarren, sie kann klemmen, aber sie ist nie verschlossen."
      -Balthasar Gracián y Morales-
    • Torsten schrieb:

      Hallo Annika,



      Dieses trifft nur teilweise zu. Die Snows, die NewBees, die roten Tiger gehören nicht zum Projekt. Ebenfalls auch ein nicht unerheblicher Teil von Projekttieren, die ich auch in Ruhe lasse, da diese momentan keine Rolle spielen.



      Auch wenn ich ein einer 1Zimmerwohnung lebe, mache ich auch ab und zu mal die Balkontür auf und das gerne auch mal über einen längeren Zeitraum, sodass sich in meiner Kemenate auch Temperaturschwankungen ergeben.

      Beste Grüße,

      Torsten


      Hallo Torsten,

      wielange stehen deine anderen Becken schon? Wielange wurden dort keine Tiere mehr entnommen? Bei dem beschrieben Becken, traten die Veränderungen erst im zweiten Jahr auf, indem das Becken unter den gleichen Bedingungen lief.

      Und mit Temperaturschwankungen meine ich welche, die sich nicht nur kurz auf das Becken auswirken, sondern langfristig. Also wo das Becken auch ruhig über 4 Wochen langsam kühler wird. Das kann meiner Meinung nach nicht erzielt werden, wenn auch gern mal länger die Balkontür auf ist.

      Gruß, Annika

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Torsten ()

    • Guten Abend,

      da hast du ja ein weitreichendes Thema angeschnitten. Darüber wird sich schon seid Ewigkeiten diskutiert, nicht nur im Bereich Garnelen, auch in anderen in Gefangenschaft lebenden Tierarten.

      Wenn man aber das Thema Fortpflanzungspausen bei Zwerggarnelen anschaut ist es nur verständlich das sich manche Arten im Sommer und manche im Winter einer Pause hingeben, welchen Hintergrund das auch immer haben kann. Hier kann man spekulieren das in den kälteren Monaten ein geringeres Nahrungsangebot herrscht etwa und die Tiere deswegen nicht mehr so fleißig dabei sind oder ob ihr verlangsamter Stoffwechsel daran schuld ist nur um 2 zu nennen.
      Was den Zeitpunkt angeht hängt dies warscheinlich vom Ort ab wo die Garnelen heimisch sind denn man muss bedenken das Winter in Deutschland nicht gleich Winter im Ursprungsland der Garnele bedeutet. Es ist durchaus möglich das wenn wir Hochsommer haben im Herkunftsland tiefster Winter herrscht.

      Ich für meinen Teil möchte dies nicht simmulieren und bin auch nicht in der Lage dazu da alle Becken in Wohnraum stehen und ich eh mit Heizstäben arbeite um konstante Temperaturen zu bieten. Natürlich stehen auch im Winter mal Türen und Fenster offen, einer Simulation der Winterzeit ist aber so nicht nachzukommen, dafür bedarf es mehr als ein paar Stunden bei offener Türe den Tieren Frischluft zuzuwedeln :D

      Was die Fortpflanzungsstop aufgrund von fehlenden Fressfeinden angeht..... da glaube ich nicht dran. Wenn ein Trieb sich bei jeder Tierart und auch bei uns Menschen durchgesetzt hat dann ist es der Fortpflanzungstrieb. Ich denke da spielt eher ein simulierter Winter die größere Rolle.

      So long meine Gedanken dazu

      Grüße Jürgen
      Gruß Jürgen

      [IMG:http://www.animaatjes.de/bilder/g/garnelen/2.gif]Kann mich mal wer über das Moos führen?!
    • Hallo Jürgen,

      ja mir war klar, das dies ein schweres Thema ist. Und sowas kommt bei unserem Stammi auch erst um halb elf auf den Tisch, wenn die Mägen gut gefüllt sind.

      Auch meine Becken stehen im Wohnzimmer und bekommen keinen richtigen Winter. Denn dann wäre es mir eindeutig zu kalt im Wohnzimmer. Deswegen kann ich auch nicht wirklich was dazu beisteuern, ob Garnelen eine Winterpause machen.

      Bei den beiden Züchtern gestern Abend verhält es sich aber so, das einer einen Garnelenraum hat, soweit ich weiß eine isolierte Garage, die aber nicht weiter beheizt wird. Die andere hatte eine komplette Wohnung mit Garnelenbecken ausgestattet. Diese Wohnung wurde nur zur Garnelenzucht genutzt, und nicht zum Leben. Bei beiden waren deswegen die Räume den natürlichen Temperaturschwankungen ausgesetzt, die die Jahreszeiten so mit sich bringen.

      Ich bin auch kein Biologe und kann belegen, wie sich das mit der Fortpflanzung bei Tieren verhält. Wobei es in der Natur ja schon so meist so ist, das Arten die mehr Feinde haben, in einem Wurf mehr Nachwuchs auf die Welt bringen, wie Arten die nicht so viele Feinde haben. Einfach damit die Chance größer ist, das ein paar ihrer Nachkommen überleben. Mir fallen da z.b. riesige Gelege bei Wasserschildkröten ein, wo viele der Jungtiere bereits früh gefressen werden. Ebenso wie bei Insekten, die bekommen ja tendenziell auch viel mehr Nachwuchs als ein Kaninchen oder Fuchs.

      Gruß, Annika
    • Leider hab ich nicht genug Zeit um alle meine Gedankengänge zu diesem Thema aufzuschreiben. Ich möchte nur mal ein paar Gedanken einbringen.
      Es handelt sich bei den meisten Zwerggarnelen in unseren Becken um Tiere die seit XX Generationen in Aquarien im Wohnzimmer vermehrt werden.
      Diese Tieren haben weder Jahreszeiten, noch Hochwasser, niedrig Wasser, Futterknappheit oder Fressfeinde kennengelernt. Warum sollten sie sich also daran ausrichten.

      Desweiteren sind einige Arten durch Kreuzungen entstanden die es in der Natur so nie geben würde ( Pinto ),
      sei es auf Grund von räumlicher Trennung (Tiger/Biene) oder eigentlich nicht gewolten (Biologisch) Verpaarungen (Hummel/Biene).
      Als nächstes würde mich interessieren warum Züchter/Züchterin Zuchträume betreiben in denen die Zuchttiere Kälte oder Wärme in Schwankung ausgesetzt sind?
      Was macht das für einen Sinn, wenn man davon ausgeht das die "optimale" Temperatur für die Vermehrung von den meisten Arten in unseren Becken um die 23-24´C liegt.

      Wäre doch Quark wenn ich sagen müßte "Tut mir leid, ich kann gerade nicht am Championat teilnehmen... Is Winterpause" :D
      mfg Jens


      Nur wer seine Mitte kennt, weiß in welche Richtung er gehen muss.

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    • Hallo,

      kurz vorm Abflug will ich auch noch ein paar Beobachtungen aus meinen Becken schreiben.

      Meine Becken stehen alle im Wohnzimmer, unterliegen aber trotzdem jahreszeitlichen Temperaturschwankungen. Im Sommer liegt die Temp. bei 23-26°C, im Winter bei 20-22° (unbeheizt) bzw. 22°-23° (beheizt). In den vergangenen Jahren hatte ich in fast allen Becken eine Vermehrungspause bzw. stark veringerte Vermehrung im Winter (Nov-März). Deshalb habe ich begonnen, einige wichtige Zuchtbecken mit Heizern auszustatten. Die Vermehrung wurde trotzdem weniger als in den Sommermonaten, kam aber nicht mehr ganz zum Erliegen. Mal sehen, wie es diesen Winter wird. Noch sind in allen Becken tragende Weibchen und auch reichlich Nachwuchs unterwegs. Ich bin der Meinung, dass es nicht nur an der Temperatur liegt, sondern auch an Luftdruckschwankungen, Tageslichteinfluss durch Fenster und veränderten Bakterienhaushalt in den Becken. Auch wenn unsere Garnelen schon seit Jahren in Aquarien leben und es sich teilweise um Kreuzungen handelt, sind es doch keine unermüdlichen Vermehrungsmaschinen. Tiere, die ganzjährig Nachwuchs produzieren, haben sicher eine kürzere Lebenserwartung als Tiere, die eine Ruhephase einlegen, welche durch niedrige Temperaturen, kürzere Tageslänge und veränderte Bedingungen im Becken ausgelöst werden kann.

      Zum Thema Beckenkapazität kann ich sagen, dass in meinen Becken mit sehr hohem Besatz die Vermehrung deutlich nachlässt. Ich meine damit einen Besatz von ca. 300-400 Tieren auf ca. 40 Nettoliter oder 150-250 Tieren auf 20 Nettoliter. Bei solchem Besatz ist einfach zuwenig Nahrung vorhanden, um alle Tiere ausreichend zu versorgen, denke ich. Auch bei reichlicher Fütterung werden trotzdem die Moose und auch Javafarn teilweise aufgefressen. Der Nachwuchs fällt sicherlich auch schneller den größeren tieren zum Opfer als in gering besetzten Becken. Ich möchte die Fütterung aber auch nicht zu stark erhöhen, da dann die Gefahr besteht, dass das Wasser zu stark belastet wird. Ich sehe also weniger den Feindruck als Vermehrungsauslöser sondern ein ausreichendes Nahrungsangebot in Verbindung mit guter Wasserqualität. Bei Becken, die bereits lange laufen, kommt es ja auch öfter zu starker Keimbelastung durch Verschlammung von Bodengrund und Filtermassen. Irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem die Bedingungen für die Tiere nicht mehr optimal sind und der Nachwuchs nicht mehr durchkommt. Wenn man es schafft, die Wasserwerte, Keimdichte und das Nahrungsangebot im optimalen Bereich zu halten, sollte es auch keinen Vermehrungsstopp bei starkem Besatz geben.
      Gruß

      Marko

      - Ohne Moos nix los ! -

      Keine persönliche Beratung per PN, das Forum lebt von euren Fragen und Beiträgen. Danke für euer Verständnis.

      Tauschliste Garnelen-Stammtisch Berlin
    • So hier meine Beobachtungen:
      Bei einer Beckentemperatur von konstanten 24 (max. 25) Grad in meinen Aquarien, fällt mir kein Vermehrungsstop während des Winters auf.

      Sobald aber kein Heizstab aktiviert im Winter ist und das Becken auf unter 22 Grad abfällt, Raumtemperatur bei 21-22 Grad ist und es draußen unter -5 Grad ist , tritt die "Winterpause" in Verbindung mit Vermehrungsstop ein, gefolgt von einer beobachteten Trägheit der Tiere. Als wir hier vor 3 Jahren einen langen kalten Winter mit viel Schneefall und viele Tage um die -20 Grad hatten, fiel mir ein Vermehrungsstop in allen 10 Becken beheizten Becken auf! Ich vermute bis heute, dass das eher etwas mit dem Luftdruck zu tun hatte und glaube, dass die Tiere eher darauf reagieren...

      Als ich vor Jahren noch meinen Stamm Kardinalsgarnelen (Dennerli) gepflegt habe, ist mir aufgefallen, dass diese kaum bzw. gar keinen Nachwuchs während der Sommerzeit haben, sondern sich im Winter vermehrten. Als die Grenze von 200 Tieren in einem 60 L. Becken erreicht wurde, stagnierte der Bestand. Beckentemperatur ganzjährig 29-30 Grad.
      Gruß von der Stefanie