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Wie beeinflussen extreme Haltungsbedingungen die Gesundheit und Überlebensfähigkeit?

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    • Wie beeinflussen extreme Haltungsbedingungen die Gesundheit und Überlebensfähigkeit?

      Hallo Zusammen!

      Mir macht schon seit einiger Zeit ein Thema Gedanken, welches ich doch schwierig zu beantworten finde. Ich versuche mal zu erklären, was ich meine und erhoffe mir Erfahrungen und Diskussionen. :)

      Es ist ja nun so, dass es in der Bienen- und vor allem Taiwanerhaltung eine Reihe unterschiedlicher Setups und Pflegemaßnahmen gibt. Vom ganz einfachen "Kies und Schwammfilter" über den wohl Standard "Soil und Schwammfilter/Bodenfilter" bis hin zu ganz extremen Setups mit Schwamm-, Boden- und Außenfilter bei täglichen Wasserwechseln. Die letzte Variante dürfte der Herkunft und den Vorlieben unserer Krabbler doch am nächsten kommen.

      Aber wie ist es denn genau? Gerade bei den extremeren Setups hört man ja häufig Aussagen wie "bei mir kommen alle Jungtiere hoch" und ähnliches. Ist es bei den hohen Wurfzahlen überhaupt so gedacht, dass alle Eier zu ausgewachsenen Garnelen werden? Gibt es nicht immer Tiere, die eigentlich nicht hätten groß werden sollen? Gut, gerade bei teuren Tieren ist es ja schon erstrebenswert in der kurzen Lebensspanne viel Nachwuchs zu erzeugen. Aber wie machen sich dann diese Tiere in "normalen" Aquarien? Erschafft man so überhaupt erstrebenswerte Garnelen?

      Wenn ich nun Tiere aus einem Hardcore-Setup in eine Schwammfilterpfütze setze und diese Tiere von nun an mit z.B. 2-wöchigen Wasserwechselintervallen von 20% bei einem Leitwert von über 300µS leben müssen, schaffen die das? Machen die sich genauso gut, wie Tiere die schon unter diesen Bedingungen geboren und groß geworden sind? Sind Sie anfälliger oder so anpassungsfähig, dass es keinen Unterschied macht? Wie sieht es aus mit der Eierzahl, wie kommt der Nachwuchs hoch?

      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende, Levke
    • Huhu Levke,

      Interessantes Thema.

      Gerade die erste These sollte eigentlich genug Diskussionsstoff bieten.
      Natürlich ist es in der Natur nicht so, dass alle Garnelen eines Wurfes durchkommen. Dort ist der Grund aber eher in Freßfeinden zu suchen. Fische, Insekten und Insektenlarven dürften den Bestand schon einigermaßen dezimieren.
      Bei uns in den Becken sind es in der Regel jedoch Wasserparameter, die dafür sorgen, dass nicht alle Jungtiere durchkommen. Da kann man sicher dann drüber streiten, ob man Selektion mittels Wasserparameter anstrebt.

      Die Tiere, die ich bisher abgegeben habe, hatten keine Probleme mit "normalen" Becken. Und ich habe in dem ersten Becken eine übertriebene Filterung und viel Wasserwechsel. Auch das Umsetzen bei mir in weniger aufwändige Becken hat bisher keine Probleme verursacht.

      Dieses Extremsetup habe ich auch nicht gewählt, um extrem zu sein, sondern ich wollte bei den ersten Tieren einfach auf Nummer sicher gehen. Mittlerweile teste ich gerade, ob ich da ein wenig runtergehen kann, was den Aufwand angeht. Es gibt halt kein Standardsetup, was bei jedem funktioniert. Jeder muss für sich herausfinden, was nötig ist. Einer muss mehr Aufwand betreiben, um die gleiche Wasserqualität zu bekommen, wie andere mit neutralem Boden und Schwammfilter vielleicht erreichen.
      [SIZE=3][/SIZE][SIZE=3]Viele Grüße aus Koblenz,
      Kay
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      Gepriesen sei derjenige, der nichts zu sagen hat und davon absieht, das zu beweisen... - Georges Eliot
    • Hi,

      mein erstes Becken war/ist ein 54L-Becken mit ADA-Powder, was ich von einem Freund übernommen habe. In diesem Becken habe ich bis ende des letzten Jahres Snows gepflegt, die dann wegen der HTM in ein Ausstellungsbecken gewandert sind. Das Setup des Ausstellerbeckens (Tetra-AquaArt 20L) bestand aus einem Schwammfilter und einer APS-50 (beides Tetra) und normalen BG. In diesem Becken befanden sich die für die Ausstellung vorgesehenen Tiere.
      Nach Beendigung der Ausstellung wanderten auch die übrigen Tiere aus dem 54L-Becken in das Ausstellerbecken.
      Hier konnte ich dann feststellen, dass die Tiere mit dem Setup (in diesem Falle betrifft das den BG) nicht zurechtgekommen sind und der Bestand dezimierte sich nach und nach.
      Ich bekam dann ein 2tes TetraBecken und habe es mit dem gleichen technischen Setup ausgestattet und als BG habe ich Advanced Soil gewählt.
      Nach einer relativ kurzen Einfahrzeit habe ich die Tiere umgesetzt. Kurz deshalb, damit sich der Bestand wieder erholen konnte (nicht nachmachen!).

      Somit kann ich letztendlich aus meiner persönlichen Erfahrung sagen, dass für viele Arten (in der Hauptsache Caridina) ein SoilBodengrund (in allen von mir gepflegten Becken habe ich Soil) ein gutes unterstützendes Medium ist, um die Tiere zu pflegen.

      Persönlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass ein "häufiger" WW (ich tausche alle 5Tage ca. 10L bei den großen Becken und ca. 2-3L bei den kleinen Becken) positive Auswirkung auf das Leben im Becken hat.

      Zu der Anzahl der Jungtiere, die hochkommen, vermute ich, dass eine Kombination aus Futter, WW und BG, neben dem technischem Setup, auch entscheidend sein kann.

      Beste Grüße,

      Torsten
      "Freundschaft ist eine Tür zwischen zwei Menschen. Sie kann manchmal knarren, sie kann klemmen, aber sie ist nie verschlossen."
      -Balthasar Gracián y Morales-

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Torsten ()

    • Hmm^^ Dein letzter Satz war schon so abschließend.. :D

      Also gibts bei Wirbellosen nur genetisch perfekte Tiere, die alle überleben können?
      "Keine Probleme gemacht" heißt dann es sind keine verstorben, oder? Aber wie sieht es mit Wachstum, Eierzahlen, Farbintensität aus?

      Liebe Grüße, Levke
    • Nabend

      Levke schrieb:

      Die letzte Variante dürfte der Herkunft und den Vorlieben unserer Krabbler doch am nächsten kommen.

      Levke schrieb:

      ...und vor allem Taiwanerhaltung...


      Wer sagt denn das Tiere, wie wir sie in unseren Becken zumeist Pflegen, es überhaupt geben würde ohne den Eingriff des Menschen (Zucht/Hochzucht).
      Also warum sollte eine Biotop-Nachbildung von Ursprungstieren, das beste für unsere in Aquarien geborenen, gezüchteten, lebenden und sterbenden Tiere sein?
      mfg Jens


      Nur wer seine Mitte kennt, weiß in welche Richtung er gehen muss.

      Garnelen FAQ für Anfänger und Fortgeschrittene | GK!Abkürzungsverzeichnis | GK! Futterliste | Kreuzungstabelle | Grade Guide - Farbzeichnungen der Bienengarnele

      Grade Guide - Farbzeichnungen der Taiwan Bee | Grade Guide - Schwanzfächer Grades | Heimtiermesse Berlin 2014 | Stammtische und Treffen
    • Da geb ich dir völlig Recht, Levke.
      Natürlich gibt es Grundsätzliches was stimmen muss ( Stichwort Hund/Fleisch ).
      Das heißt aber nicht das ein kleiner "Hochgezüchteter" Mops in freier Wildbahn überleben würde.
      Ich wollte nur mal einen kleinen Denkanstoß geben.
      Ich höre und lese immer viel von natürlichen Lebensraum im Aquarium schaffen und alles muss so Naturgetreu wie möglich sein.
      Dabei wird meiner Meinung nach sehr oft vergessen, oder zumindest Vernachlässigt,
      dass es sich bei vielen Arten von seit Jahren oder Jahrzehnten gezüchteten Tieren ( in unserem Fall, Garnelen ) gar nicht mehr um Tiere handelt die in freier Natur leben/überleben.
      Diese Tiere sind an bestimmte Bedingungen angepasst, die es so in der Natur gar nicht geben muss.
      Oder glaubt jemand das in einem natürlichen Fluss, das ganze Jahr 24´C herrschen oder der PH immer bei 6,5 liegt oder der Leitwert bei 250, oder, oder, oder.
      Wie gesagt, das ist nur ein Gedankenspiel, und soll zum Denken anregen. ;)
      mfg Jens


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    • Moin Jens!

      Naja, natürlicher Lebensraum im Aquarium.^^ Wenn man so Habitate sieht, dann machen die Halter das ja maximal bei den Sulawesis, oder?

      Ich empfinde das eher so: Es wird/wurde sich an die optimalen Haltungsbedingungen herangetastet, also die, bei der sich die Tiere vermehren. Die Tiere bekommen ja auch n der Natur nicht das ganze Jahr über Nachwuchs. Und solange es Garnelen gibt, die eine "Winterpause" machen, mag ich auch gar nicht so recht glauben, dass sie so weit von der Natur entfernt sind.

      Aaaber, darum ging es mir eigentlich nicht.^^ Temperatur, pH und Leitwert lassen sich ja noch relativ einfach/kosteneffizient einstellen und unterhalten. Anders sieht es da ja bei extremer Filterung aus, vielen Wasserwechsel usw., jetzt nur mal als Beispiel. So, und wenn nun Tiere in einer "heikler Wildfang"-Umgebung gezogen werden, wie machen die sich dann eben in "normaler" Umgebung. Hast du da ne Meinung zu, Jens?

      Liebe Grüße, Levke
    • Ich ergänze Jens: Lebewesen passen sich an und gewöhnen sich an ihrem Lebensraum, sonst sterben sie naturbedingt aus. Paläontologisch betrachtet sind Säugetiere, Knorpeltiere und Insekten Weltmeister in Sachen Anpassung, nur mal so am Rande. Große Pandas gibt es in freier Wildbahn nur in zwei chinesischen Provinzen, trotzdem zieht der Zoo in San-Diego diese Tiere erfolgreich nach. Eisbären laufen hunderte Km pro Tag am Nordpol umher, trotzdem werden sie in Zoos weltweit ohne Eis auf viel zu kleinem Raum gehalten... Stirbt der Bambus, stirbt der Bambusbär; schmilzt das Packeis, ist der Ursus maritimus in freier Wildbahn Geschichte. Gut das sind Extreme Beispiele, aber ich will dir nur zeigen, das in Gefangenschaft gehaltene Tiere und freier Wildbahn lebende Tiere zwar in gewisser Weise Gleich sind, wiederum aber auch was ganz anderes.

      Selbst die Sulawesi-Garnelen sind meistens schon Nachzuchten von Garnelenliebhaber/innen. Selbstverständlich gibt es immer noch von einigen Arten aus Sulawesi Wildfänge, aber die meisten bekannten Arten können schon (mehr oder weniger problemlos) nachgezogen und gehalten werden. Vor einigen Jahren noch undenkbar. Frag mal die ersten Nachzüchter, wieviele Garnelen aus Wildfängen gestorben sind bis es Nachzuchten gab... Neocaridina-Arten haben sich unserer Breitengrade angepasst und sind bereits in Flüssen Europas heimisch habe ich mal gelesen, ob sie die Winter überstehen, glaube ich nicht. Soviel z. Thema Anpassung. Ein Zitat aus einen Film mit Dinosauriern: "Die Natur sucht sich ihren Weg." ;)

      Und noch ein letztes Beispiel: Meine hier schlafenden Perserkatzen sind so hochgezüchtet (Schädel-Form), die würden nicht einmal ohne menschliche Mithilfe ihre Kitten entbinden können... Ich überlege grad, ob eine ausgesetzte Fancy-Tiger im chinesischen Fluss überleben kann...
      Gruß von der Stefanie
    • Levke schrieb:


      Aaaber, darum ging es mir eigentlich nicht.^^ Temperatur, pH und Leitwert lassen sich ja noch relativ einfach/kosteneffizient einstellen und unterhalten. Anders sieht es da ja bei extremer Filterung aus, vielen Wasserwechsel usw., jetzt nur mal als Beispiel. So, und wenn nun Tiere in einer "heikler Wildfang"-Umgebung gezogen werden, wie machen die sich dann eben in "normaler" Umgebung. Hast du da ne Meinung zu, Jens?


      Hallo Zusammen,

      um die natürlichen Habitate zu immitieren, müsste man nicht unerhebliche Summen investieren. Es müsste ein Bachlauf nachgebaut werden, der permanent Frischwasser durchs Aquarium spült (dieses muss natürlich entsprechend aufbereitet sein).
      Züchter in Asien haben mehrere Filter hintereinander geschaltet um eine höchstmögliche "Reinheit" und optimale Haltungsbedigungen zu schaffen.
      Die Anzahl der Wasserwechsel müssen dabei dann auch in einem nicht unerheblichen Maße durchgeführt werden.
      Wildfänge einzugewöhnen und zu pflegen ist mit Sicherheit eine heikle Sache, die viel Aufmerksamkeit und Sorgfalt erfordert.
      Zu diesem Thema habe ich einen Bericht (das war ca. ende der 80ziger) über wildgefangene Buntbarsche gelesen und musste feststellen, dass der Erfolg nicht immer sofort zu 100% gegeben war und die Tiere bis auf wenige Ausnahmen hops gegangen sind und es nur mit sehr viel Pflege und Aufmerksamkeit des Züchters gelungen ist, einen stabilen Stamm zu ziehen.
      Es ist nicht(!) möglich, die Natur zu immitieren und denke, dass wir uns nicht verrückt machen sollten.
      Wir können nur unser bestes geben und den Tieren die bestmögliche Pflege und Aufmerksamkeit zukommen lassen.

      Beste Grüße,

      Torsten
      "Freundschaft ist eine Tür zwischen zwei Menschen. Sie kann manchmal knarren, sie kann klemmen, aber sie ist nie verschlossen."
      -Balthasar Gracián y Morales-
    • Huhu!

      Ich muss sagen, dass ich die Argumente hier teilweise recht lächerlich finde, vor allem das mit den Hunden-
      Die haben die letzten paar tausend Jahre mehr vom menschlichen Kot gelebt als von Fleisch!
      Die Menschen können es sich in vielen Teilen der Welt noch immer nciht leisten ihre hunde mit fleisch zu füttern und bis vor 100-200 Jahren war das hierzulande auch noch so.
      Der Hund ist also lange nicht mehr an fleisch angepasst, genauso, wie die Körpersprache sich schon sehr von derer von wölfen unterscheidet.
      *offtopic ende*

      Zurück zum Thema, den gleichen fehler den wir mit den Hunden begehen gegehen wir auch mit den Garnelen.
      Die Tiere sind seit der einfachsten chrystal red schon nciht mehr mit Tieren draussen zu vergleichen.
      Taiwaner oder andere Kreuzungen sind also alles andere als "naturnah", selbst wenn sie genetisch noch ähnlich sein sollten.

      Meine Meinung ist daher, das man nicht den fehler machen sollte und versucht die Natur nachzumachen, das geht in die hose.
      Die Natur kann man nicht nachmachen, es sind ja noch lange nicht alle Mechanismen erforscht, geschweige denn, das man sie nachmachen könnte!

      Deshalb sollte man meiner meinung nach seinen eigenen weg gehen, konkret bei garnelen bedeutet das sich ziele zu setzen, also z.b. ich möchte alle jungtiere durchbekommen - oder ich möchte möglichst robuste Garnelen züchten und dafür auf emfindliche besondere genetische Mutationen/veränderunegn verzichten.
      Beide Ziele haben für mich einen wert, das eine bringt neue formen hervor, das andere robuste garnelen für andere aquarianer, die sich mit nciht ganz so viel aufwand halten und vermehren lassen.
      Man muss nur wissen was man will - und dabei schauen wie man was erreichen kann - dabei von der natur abzuschauen kann klug sein oder voll daneben gehen...

      lg Mona.
    • Frami schrieb:

      Zurück zum Thema, den gleichen fehler den wir mit den Hunden begehen gegehen wir auch mit
      Meine Meinung ist daher, das man nicht den fehler machen sollte und versucht die Natur nachzumachen, das geht in die hose.
      Die Natur kann man nicht nachmachen, es sind ja noch lange nicht alle Mechanismen erforscht, geschweige denn, das man sie nachmachen könnte!



      Die Natur kann man auch nicht nachmachen, man kann nur versuchen, ein möglichst nahes Umfeld für die Tiere zu schaffen. Natürlich hält es da jeder Aquarianer anders und einer richtet ein der Heimat der Garnelen entsprechendes Umfeld ein, oder es wird ein Becken eingerichtet, um dem Ziel, was mit mit den Tieren hat, nahe zu kommen.

      Frami schrieb:


      Man muss nur wissen was man will - und dabei schauen wie man was erreichen kann - dabei von der natur abzuschauen kann klug sein oder voll daneben gehen...


      Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

      Beste Grüße,

      Torsten
      "Freundschaft ist eine Tür zwischen zwei Menschen. Sie kann manchmal knarren, sie kann klemmen, aber sie ist nie verschlossen."
      -Balthasar Gracián y Morales-
    • Frami schrieb:

      [...] Ich muss sagen, dass ich die Argumente hier teilweise recht lächerlich finde, vor allem das mit den Hunden-
      Die haben die letzten paar tausend Jahre mehr vom menschlichen Kot gelebt als von Fleisch!
      Die Menschen können es sich in vielen Teilen der Welt noch immer nciht leisten ihre hunde mit fleisch zu füttern und bis vor 100-200 Jahren war das hierzulande auch noch so.[...]

      menschlichen Kot.... Oo Damals war ein Hund ein Nutztier (Hüte-, Jagd- und Wachhund). Ich bezweifel etwas das Hunde damals von Kot ernährt wurden (?). Meist konnten sich doch nur reiche Personen sich Hunde leisten, diese wurden in letzten Jahrhundert von (Ratten, ...) Abfall, Essens-, Jagd- und Schlachtresten ernährt. Der Hund ist nun mal ein Allesfresser, natürlich ist Fleisch gut, sollte aber nicht nur allein angeboten werden...

      Frami schrieb:

      [...] Meine Meinung ist daher, das man nicht den fehler machen sollte und versucht die Natur nachzumachen, das geht in die hose.
      Die Natur kann man nicht nachmachen, es sind ja noch lange nicht alle Mechanismen erforscht, geschweige denn, das man sie nachmachen könnte! [...]


      Sehe ich genau so... es gibt zuviele Paramter. Sei es Fressfeinde, keine stabilen Bedingungen (Nahrung / Wasser...). Allein die Selektion ist hier ein größeres Thema.

      Frami schrieb:

      [...] ich möchte alle jungtiere durchbekommen - oder ich möchte möglichst robuste Garnelen züchten und dafür auf emfindliche besondere genetische Mutationen/veränderunegn verzichten. [...]


      robuste Garnelen = bedeuten gleich keine genetischen Mutationen?

      Alle Jungtiere durchbringen und robuste Garnelen:
      Ich denke es geht doch viel mehr um die Frage, ob dreckige Pfützen die Garnelen „natürlich“ aussortieren, die mit den Wasserbedingungen nicht klar kommen. Wird dadurch nicht der Stamm viel robuster?

      Ist es nicht so … „Das Leben findet einen Weg.“ … selbst in den lebensfeindlichsten Gebieten, ist Leben vorhanden. Also müssten nicht perfekte Variablen, zum Beispiel siehe die dreckige Pfütze, viel mehr dafür sorgen das robuste Garnelen hervor gebracht werden, weil genau nur die durch kommen, die mit diesen Werten klar kommen?

      Werden Garnelen nicht geschwächt, wenn sich die Tiere weiter verpaaren, die eigentlich sehr empfindlich sind?
      In der Natur gibt es immer schwache Tiere, die es eigentlich nicht schaffen...

      Ich finde diesen Topic sehr interessant:
      fischboerse.it/t390-garnelen-und-sauberes-wasser
    • Frami schrieb:

      Ich muss sagen, dass ich die Argumente hier teilweise recht lächerlich finde, vor allem das mit den Hunden-
      *offtopic ende*


      Ich, die ich hier im reichen Westeuropa lebe, möchte für meine vierbeinigen Begleiter gern das Beste. Und nicht irgendwas, was geht. Wenn der Hund irgendwann mal soweit ist, dass er
      auch nicht aufgeschlossenes Getreide so verdauen kann, dass es halbwegs an tierische Proteine herankommt, dann will ich auch gern auf Fleisch verzichten. Von reiner Fleischfütterung hat
      keiner gesprochen. Dass auch aufgeschlossenes Getreide recht gut verwertet wird ist allgemein bekannt. Ich gehe da nun von meinem Wissen aus dem Meyer/Zentek aus, ist schon ne Weile
      her, dass ich das gelesen hab. Wenn du da andere zuverlässige Quellen hast, nehm ich die in freundlicherer Art gern entgegen.
      Das ist so ein bisschen der Unterschied zwischen Therorie und Praxis, zwischen Leben und Überleben. In der Praxis schlägt "minderwertige" Fütterung wie du sie darstellst relativ schnell auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit.

      LG Levke

      *und nochmal OT Ende*
    • Hallo zusammen,

      Ich glaub, wir reden gerade ein wenig am Thema vorbei. Ich denke Levke geht es eher darum, ob Tiere durch die Haltung verweichlichen bzw. durch optimalste Haltungsbedingungen auch noch das schwächste Tier überlebt und sich in den Genpool einbringt.

      Man kann Haltung extrem betreiben. Die angesprochene starke Filterung und viele Wasserwechsel sind da nur der Anfang. Weiter ginge es mit UV-Anlagen, Ozon etc..
      Und da ist es so, dass ich ein wenig gespalten bin. Bedingungen, die eine recht gute Überlebenschance für Nachwuchs bieten sehe ich nicht ganz so kritisch an.

      Ich möchte mal erläutern, warum ich extreme Filterung und viele Wasserwechsel (täglich) bei mir gemacht habe bzw. noch mache.
      Bis zu meinem Einstieg in die Taiwaner war ich nur mäßig erfolgreich. Als die ersten Mischer kamen (ein Tausch) wollte ich optimale Bedingungen bieten. Ich habe mich in diversen Foren rumgetrieben und dabei festgestellt, dass relativ aufwändige Setups eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, dass es klappt. Diese Setups sind nicht immer nötig, wie entsprechende Beispiele ohne Soil und mit einfacher Filterung zeigen. Ich wollte bei mir auf Nummer sicher gehen und das Geld lieber in Technik investieren, als teure Tiere zu verlieren. Jetzt scheint es zu laufen und ich teste gerade aus, wie weit ich im Setup heruntergehen kann.

      Wasser wechsel ich relativ viel, da ich entsprechend füttere und Garnelen ja üblicherweise aus recht sauberen Fließgewässern kommen. Ich wechsel etwa 50% die Woche, allerdings auf die Tage verteilt. Also 7-10% täglich.
      Das hat für einfach praktische Gründe. Bei 24 Becken spielt es keine Rolle, ob ich täglich 3 becken mit großen Wasserwechseln mache oder in allen Becken einen kleinen Wasserwechsel durchführe. Durch die kleinen Becken kann ich Ausfalltage (Camping in Berlin z.B.) eher ausgleichen. Dann hab ich in der Woche halt mal nur 30% Wasser gewechselt. Bei der anderen Methode hätte ich etwa 9 Becken, die gar keinen Wasserwechsel bekommen hätten, den ich dann an den folgenden Tagen nachholen müsste.
      (Ich hoffe, es ist halbwegs nachvollziehbar, was ich meine...)

      Letztendlich glaube ich nicht, dass es Leute gibt, die zu viel tun. Die meisten Leute machen halt das, was nötig ist, um die Tiere zu vermehren. Und das kann je nach Ausgangsbedingungen viel oder wenig Aufwand beinhalten.

      Und zweitens glaube ich, dass auch so eine Selektion stattfindet. Nicht so eng, als wenn schwache Tiere direkt sterben. Aber schwache Tiere werden nicht das hohe Lebensalter erreichen und ich tippe, dass robuste Weibchen wesentlich länger und ggf. häufiger Eier produzieren. Natürlich ist dieser Selektionsprozess sehr langwierig und funktioniert auch nur, wenn wir nicht eingreifen (sprich selbst selektieren).
      [SIZE=3][/SIZE][SIZE=3]Viele Grüße aus Koblenz,
      Kay
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      Gepriesen sei derjenige, der nichts zu sagen hat und davon absieht, das zu beweisen... - Georges Eliot
    • Auf das Wasser bezogen: Ich kann genauso viel erreichen mit meiner Zucht, wenn ich per einfachen Schwammfilter (oder so wie Thorsten anmerkte) mit 3 großen Außenfiltern in Reihe geschaltet pro Becken, arbeite. Es kommt immer auf die Qualität in Bezug auf Sauberkeit des Wassers an, und wie die Tiere das vertragen bzw. sich die Tiere an die Wasserperimeter gewöhnt haben.
      Gruß von der Stefanie
    • Hallo zusammen,

      Leider betrifft das nicht nur die Sauberkeit im Becken, sondern anscheinend auch schon das Wasser aus dem Hahn. Trotz Osmoseanlage und dem Bee Shrimp Salz hat es bei mir nicht funktioniert, Bienen zu halten. Einmal vermehrt, als das Becken neu war und dann ging es bergab.
      Selbst meine Sakuras kamen erst richtig in die Gänge, als ich Außenfilter und Bofi kombiniert hatte. Fragt mich bitte nicht, woran das liegt. Ich weiß es nicht.
      Mittlerweile beneide ich jeden, der mit Kies und Schwammfilter Erfolg hat. ;)
      [SIZE=3][/SIZE][SIZE=3]Viele Grüße aus Koblenz,
      Kay
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