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Hinweise zur Haltung von Aquarienmoosen

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    • Hinweise zur Haltung von Aquarienmoosen

      Hinweise zur Haltung von Aquarienmoosen


      Viele Garnelenliebhaber verwenden zur Begrünung ihrer Aquarien überwiegend Moose und wenige kleinere Pflanzen. In den Moospolstern finden die Garnelen allerlei Fressbares und der Nachwuchs hat eine gute Versteckmöglichkeit. Aber oftmals wachsen die Moose nicht so, wie man es sich vorstellt und die Freude am Grün schnell wieder vorbei. Lästige Fadenalgen überwuchern ganze Mooslandschaften und lassen uns verzweifeln. Das muss aber nicht sein, wenn man ein paar Grundlagen bei der Moospflege beachtet.



      Da sich im laufe der Jahre über 20 verschiedene Moosarten bei mir angesammelt haben, möchte ich euch ein paar Hinweise zur Pflege und Verwendung geben. Dabei möchte ich aber nicht auf einzelne Arten eingehen, sondern erstmal allgemeine Pflegeerfahrungen wiedergeben.


      Die meisten Moose haben sehr ähnliche Ansprüche an Wasserwerte und Licht- und Nährstoffangebot. Viele Moose wachsen besser in weicherem, leicht saurem Wasser, kommen aber auch mit anderen Werten zurecht. Sie wachsen dann zwar etwas langsamer aber meist trotzdem gut genug. Nur wenige Ausnahmen bevorzugen mittelhartes Wasser, wie zum Beispiel das Flammenmoos (Taxiphyllum sp. Flame). Fast alle Moose kommen auch mit wenig Licht aus, wachsen aber bei mehr Lichtangebot und guter Düngung schneller und kompakter. Auch Co2 ist nicht unbedingt nötig, verbessert aber den Wuchs erheblich. Da ich gerade die Düngung erwähne, ein Volldünger mit höherem Kaliumanteil wirkt ebenfalls förderlich für die meisten Moose. Ein solcher Dünger ist z.B. Ferrdrakon K von Drak. Inzwischen sind auch spezielle Moosdünger am Markt erhältlich. Damit habe ich aber noch keine Versuche gemacht. Ich mische mir meine Düngelösungen selbst und kann dadurch die Makronährstoffe Nitrat (NO3), Phosphat (PO4) und Kalium (K) einzeln zugeben. Diese sind in meinen Becken oft Mangelware, weil die Bepflanzung recht üppig ist und die Garnelen nicht genug „Dreck“ machen um die Pflanzen zu versorgen. Als Eisenvolldünger nutze ich Ferrdrakon von Drak, es sind aber auch andere Volldünger aus dem Aquaristikbereich ohne Probleme verwendbar. Wenn man die angegebenen Dosierungen nicht überschreitet, sind die Dünger auch alle für Garnelen verträglich. Ganz vorsichtige können ja die Dosis erstmal halbieren.



      Da die Moose gern in Garnelenbecken eingesetzt werden, kann es bei geringem Besatz und den dadurch fehlenden Makronährstoffen Nitrat und Phosphat leicht zu einem Befall mit Fadenalgen kommen. Hier hilft oft schon die Zudüngung mit einem NPK-Dünger oder den einzelnen Komponenten, um das Nährstoffgleichgewicht wieder herzustellen und die Algen einzudämmen. Man sollte aber immer auch die Werte messen und nicht pauschal den Dünger ins Becken kippen. Wenn genügend Garnelen im Becken sind, haben die Fadenalgen auch kaum noch eine Chance. Aber auch bei mir sind die Algen manchmal so hartnäckig, dass ich das komplette Moospolster entferne und mir ein paar wenige saubere Fitzel auslese und diese verwende, um ein neues Polster wachsen zu lassen.


      Nun noch ein paar Hinweise zur Verwendung von Moosen. Die Möglichkeiten sind ja fast unbegrenzt. Man kann sie als Bodendecker, zur Wurzelbegrünung oder Rückwandgestaltung verwenden.
      Fast alle Moose eignen sich zum Aufbinden auf Wurzeln oder Steine. Ich nutze dazu immer Angelsehne oder Perlonfaden aus dem Bastelbedarf. Diese gibt es in verschiedenen Stärken, wobei ich 0,25mm für recht günstig halte. Bei dickeren Fäden lassen sich schlecht Knoten binden und dünnere Fäden sieht man kaum noch. Viele Aquarianer nutzen auch Kunststoffhaarnetze, die sie über die Moose ziehen und dann verknoten. Mit der Zeit wächst das Moos durch das Netz durch und man kann dieses kaum noch sehen. Dazu eignen sich gut Haarnetze oder diese Duschchwämme aus dem Drogeriemarkt. Allerdings sollten diese nicht gerade im leuchtenden Pink sein. Ich persönlich bevorzuge die Angelsehne, weil ich damit alle möglichen Wurzelformen umwickeln kann und nicht an die Form des Netzes gebunden bin. Beim Aufbinden sollte man aber darauf achten, dass man nicht zu dicke Schichten auf die Wurzel bzw. den Stein legt. Die unteren Schichten würden nur aus Lichtmangel absterben. Wenn man nur kleine, zerschnittene Moosteile aufbindet, wächst dieses viel dichter nach.


      Um Moose am Boden zu fixieren, eignen sich feine Drahtgitter aus rostfreiem Edelstahl. Auf diesen kann man die Moose ebenfalls mit Angelschnur festbinden und somit den Vordergrund begrünen. Man kann auch flache Schieferplatten oder andere Steine verwenden, da sieht dann etwas natürlicher aus. Zu diesem Zweck eignen sich besonders folgende Moose, weil sie sehr niedrig bleiben oder einen sehr außergewöhnlichen Wuchs haben:

      • Korallenmoos
      • Creepingmoos
      • kleines Perlenmoos
      • großes Perlenmoos
      • Flammenmoos
      • Stringy-Moos
      • Fissidens-Arten
      • Monosolenium tenerum
      • Teichlebermoos



      Das Teichlebermoos (Riccia fluitans) ist allerdings nur bedingt unter Wasser zu halten, da es immer wieder auftreibt, wenn die Polster zu dick werden. Da hilft nur regelmäßiges Zurückschneiden der Polster damit der Auftrieb nicht zu stark wird.


      Viele Laubmoose eignen sich auch gut zur Begrünung von Rückwänden oder HMF-Matten. Hier sollte man aber beachten, dass die unteren Bereiche oft zu wenig Licht bekommen und braun werden, wenn die Polster zu dicht werden. Deshalb sollte man die oberen Bereiche regelmäßig kürzen. Dadurch werden die Rückwandpolster auch schön dicht. Für Rückwände kann ich folgende Arten besonders empfehlen:



      • Weepingmoos
      • Anchormoos
      • Peacockmoos
      • Christmasmoos
      • Chinamoos
      • Phönixmoos



      Um die Moose an der HMF-Matte zu befestigen, kann man diese vor dem Einbau einfach mit Angelschnur auf der Matte festnähen. Bei einer schon eingebauten Matte ist das jedoch schwierig und ich verwende dann immer kleine Drahtstücke aus Edelstahl, die ich zj einem U gebogen habe. In dieses U wird das Moos eingeklemmt und die Drahtenden in die Matte gesteckt. Nach einigen Wochen sind die einzelnen Moosteile zu einer Matte zusammengewachsen und man sieht von dem Draht nichts mehr.


      Die häufigste Verwendung ist wohl das Aufbinden auf Wurzeln oder Steine. Dazu kann man fast alle Moose verwenden. Manche wachse gut fest, andere muss man regelmäßig neu befestigen, weil das Polster zu groß geworden ist und nicht mehr schön aussieht. Beim Begrünen von Wurzeln sollte man aber darauf achten, dass man die Wurzel hinterher auch noch sieht und nicht ein grünes Gebüsch im Becken steht. Manchmal ist weniger mehr und wirkt viel besser als ein undefinierbares grünes Etwas im Aquarium. Das Moos sollte die Form der Wurzel oder des Steines besser betonen und nicht verhüllen.
      Zum Aufbinden auf Wurzel und Steine sind folgende Arten gut geiegnet:



      • Weepingmoos
      • Anchormoos
      • Peacockmoos
      • Christmasmoos
      • Chinamoos
      • Phönixmoos
      • kleines Perlenmos
      • Spikymoos
      • Javamoos
      • und viele andere




      Und noch ein Tipp von mir: man sollte keine ähnlich aussehenden Moose in ein Becken setzen, wenn man sie dauerhaft auseinanderhalten will. Oft wachsen die einzelnen Polster ineinander und man kann sie nur mühsam wieder nach Arten trennen. Moose, die sich durch ihre Wuchsform deutlich unterscheiden, kann man aber gut in einem Becken einsetzen und dadurch auch ganz gezielt in die Gestaltung einbeziehen.


      Für weitere Fragen bin ich immer offen.




      Gruß


      Marko


      - Ohne Moos nichts los! -
      Gruß

      Marko

      - Ohne Moos nix los ! -

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