• JBL Woche bei GUEMMER

    Shadow Bee - Taiwaner - Full Black

  • Garnelen

    Shadow Bee - Taiwaner - Red Shadow Mosura

  • Garnelen

    Neocaridina davidi - Blue Jelly

  • Garnelen

    Shadow Bee - Taiwaner - Kink Kong|Panda|Red Ruby|Red Wine

Basaltsplitt wirklich bedenkenlos?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Basaltsplitt wirklich bedenkenlos?

      Hallo zusammen,

      wie einige ja wissen, benutze ich in einigen Garnelenbecken Basaltsplitt.
      Darauf gehalten werden Sakura, Yellows, Hummeln, Mischlinge Neocaridinas
      Hintergrund war:
      • Empfehlung
      • günstig
      • nette Optik
      • liest man immer wieder und nur Gutes

      Jedoch habe ich langsam das Gefühl, dass dieser doch nicht wirklich brauchbar für unsere Zwecke ist.
      Entweder findet erst garkeine Paarung statt und wenn doch, werden entweder die Eier nach und nach abgestossen oder die Kleinen kommen nicht hoch...
      Wenn ich dagegen die Garnelen in den Becken mit Rheinkies (sehr große Körnung) sehe, welche mit Krebsen zusammen hausen, gibt es hier weitaus mehr Vermehrung.
      Auch bei anderen Bodengründen habe ich keine Probleme.
      Konntet ihr sowas ebenfalls beobachten?

      Der Basaltsplitt war aus einem Baustoffhandel und wurde vor Verwendung (wie empfohlen) gründlich gewaschen.
      Gibt es hier Qualitätsunterschiede?
      Gibt es bei der Herstellung vielleicht Zusätze, welche beim Zermahlen zur Kühlung oder Staubunterdrückung zugegeben werden und evtl. haften bleiben?

      Ich weiß, dass ich hier ein etwas heikles Thema anspreche und oft lesen werde "bei mir funzt es tadellos".
      Jedoch habe ich noch nirgends ein etwas kritischeres Hinterfragen und nur selten Langzeiterfahrungen gelesen.
      Die aktuellen Bodengründe werden und wurden ja jedem erdenklichen Test unterzogen - hat jemand das auch mal mit diesem natürlichen Bodengrund gemacht?

      Bin auf eure Ausführungen gespannt
    • Hi Markus!

      Also vom chemischen/mineralogischen Hintergrund gesehen kann ich nur sagen, dass Basalt bedenkenlos ist.
      Was deine Gedanken zur Verarbeitung angehen:
      Zur Unterdrückung von Staub beim Brechen wird simples Wasser verwendet, das ist billig und effektiv.
      Metallische Bruchstücke der Maschinen werden über ihre höhere Dichte bzw. Magnetismus wieder heraus gesammelt.
    • Hallo

      Ich verwende seit einem halben Jahr auch Basaltsplitt in einem Aquarium und habe in dem kurzen Zeitraum nichts Negatives feststellen können.
      Da ich mit einem Scheibenmagneten die Scheiben reinige habe ich festgestellt das der Basalt den ich verwende nicht Magnetisch ist.
      Also habe ich mal nach Basalt gegoogelt (de.wikipedia.org/wiki/Basalt) und es kann Eisen(II)-oxid in Basalt vorkommen (de.wikipedia.org/wiki/Eisen%28II%29-oxid) welches Antiferromagnetisch ist (de.wikipedia.org/wiki/Antiferromagnetismus).


      schönen Gruß René
    • René schrieb:

      Da ich mit einem Scheibenmagneten die Scheiben reinige habe ich festgestellt das der Basalt den ich verwende nicht Magnetisch ist.


      Hi,

      deshalb möchte ich mein nächstes Becken gerne mit Schiefersplitt machen. Leider finde ich da immer nur kleine Schiefersteinchen/-kies. Ich hätte aber gerne kleine Plättchen bis max 10mm. Wenn jemand soetwas irgendwo sieht, bitte bei mir melden! ;)
    • Hi

      Im Zusammenhangmit Restmagnetismus von Ergussgesteinen (Basalt gehört dazu): Sie erlauben festzustellen, welchen Weg eine Kontinentalscholle genommen hat, seit Pangäa zerfallen ist. Ihre Ausrichtung zum Magnetfeld der Erde wurde nach dem Erstarren eingefroren und verrät dadurch den Ort auf dem dieses Stück Erde sich zur Zeit des Erstarrens befunden hat.
      Aber an einen Einfluss des Magnetismus oder aber auch abggebener Spurenelemente auf die Vermehrungsfreudigkeit der Garnelen glaube ich nicht, kann es aber auch nicht widerlegen.

      MfG.
      Wolfgang
    • Hi,

      Basaltsplit wird in der Aquaristik seit Anbeginn verwendet und gilt als bedenkenlos. Es stellt sich allerdings die Frage ob Basaltsplit, den man heute im Baumarkt kauft, wirklich dasselbe ist wie vor 50 Jahren.Weil ja heute überall irgendwas (billigeres) beigemischt wird.

      Mir persönlich ist aufgefallen das Basaltsplit richtig schwer ist und dadurch einen sehr dichten Bodengrund bildet. Pflanzen tun sich schwer, darin zu wurzeln; Boden durchwühlende Schnecken wie TDS oder Nöppis kommen erst gar nicht rein. Ich verwende deswegen Basaltsplit nicht mehr.

      Der Hauptgrund für die Verwendung von Basaltsplit ist heutzutage ja die Kostenfrage. Aber macht es Sinn Garnelen die das Stück 5,- bis 50,- € oder darüber kosten, halten zu wollen und dann am Bodengrund wegen 5.-€ rum zu geizen?
      Wer Bee's halten will, muß sich auf Bee's einlassen.

      Hans
    • Hi,
      ich hatte recht lange einige Becken mit Basaltsplit laufen.
      Den Garnelen hat es nicht geschadet und einige Pflanzen zB vallis stört der dichte Boden auch nicht.
      Aber ich finde das enorm viel Mulm nach unten rutscht und sich ansammelt was mir optisch einfach nicht gefallen hat...
      das sah irgendwie immer siffg aus.
      Deshalb ist der rausgeflogen.
    • momoline schrieb:

      Hi,
      ich hatte recht lange einige Becken mit Basaltsplit laufen.
      Den Garnelen hat es nicht geschadet und einige Pflanzen zB vallis stört der dichte Boden auch nicht.
      Aber ich finde das enorm viel Mulm nach unten rutscht und sich ansammelt was mir optisch einfach nicht gefallen hat...
      das sah irgendwie immer siffg aus.
      Deshalb ist der rausgeflogen.



      Hi,

      dito
      Wer Bee's halten will, muß sich auf Bee's einlassen.

      Hans
    • Hi,

      ich kann mich nur wiederholen, das ist ein sauschweres Zeugs. In den letzten Jahren hat sich aber herausgestellt das leichte Böden im AQ. von Vorteil sind. Falls einer trotzdem 15 kg Basaltsplit will, der kann das kostenlos bei mir abholen.
      Wer Bee's halten will, muß sich auf Bee's einlassen.

      Hans
    • Danke für eure Anworten.
      Schön, dass hier recht rege diskutiert wird.

      Mit der hohen Dichte bzw. Verdichtung ist mir auch aufgefallen. Allerdings schaffen die großen Tds auch diesen zu durchpflügen.
      Das Pflanzenwachstum hält sich wirklich in Grenzen, jedoch finde ich, wenn etwas Fuss fasst, dann richtig. Danach ist auch meist eine Ablegerbildung möglich.

      Aber macht es Sinn Garnelen die das Stück 5,- bis 50,- € oder darüber kosten, halten zu wollen und dann am Bodengrund wegen 5.-€ rum zu geizen?

      Ich denke, hier geht es nicht um den wirklichen Geiz. Ich halte halt, wie anscheinend viele andere auch, die in der Aquaristik angebotenen Böden recht teuer.
      25 € für 15 kg, um mal bei dem Gewicht zu bleiben, ist für nen bekannten schwarzen Bodengrund nunmal ne Hausnummer gegenüber Basalt.
      Also versuch ich mich doch erstmal am Günstigen...

      Um auf die Verletzungen zu kommen:
      Ich glaube nicht, dass sich Panzerwelse verletzten werden.
      Um meine Meinung zu begründen muß ich sagen, dass ich mal die Gelegenheit hatte, auf einem Stammtisch in Köln eine Videodoku aus Französisch-Guayana von Lutz Döring zu sehen, in welcher unter anderem auch der Lebensraum von Panzerwelsen gezeigt wurde.
      Wenn man sieht, auf was für scharfkantigem Untergrund die Tiere rumrutschen, bekommt man ein Lächeln bei den gaznen Warnungen vor zu scharfkantigem Bodengrund.

      Um nochmals auf die hohe Verdichtung und entsprechender Mulmansammlung zu kommen...
      Wenn Basaltsplitt schon so lange in der Aquaristik geistert, geh ich dann recht in der Annahme, dass trotz allem die Chance einer Fäulnisbildung recht gering ist?
      Denn auch hierrüber liest man nichts...
    • Hi Markus,
      Panzerwels ist warscheins auch nicht gleich Panzerwels :)
      Ich habe durchaus schon an den Barteln verletzte Tiere gesehen was angeblich vom Bodengrund kam(war nicht bei mir!) Ich habe sie immer auf Sand gehalten,alleine sie beim pusten und rumrüsseln darin zu beobachten ist so herlich das ich noch nie auf den Gedanken gekommen bin sie auf was anderem zu halten. ;)

      Was die Faulstellen angeht,die gibt es durchaus.
      Allerdings wurde und wird noch immer bei vielen "Alteingessenen" Aquarianern die Fische halten viel mit der Mulmglocke gearbeitet.Damit holt man das was gammeln kann ja raus.
      Bei der Garnelenhaltung wird die Mulmglocke ja ehr weniger benutzt so kann es natürlich solche Gammelstellen geben.Ich hatte keine in den Becken mit Basaltsplit,zumindest nicht das es mir aufgefallen wäre.
      Standzeit war etwa 1 Jahr oder etwas mehr.
      Was für die Garnelenhaltung auch noch von Nachteil ist,das Futter besonders Staubfutter verschwindet sehr schnell im Boden.

      Es soll auch Basaltsand geben,da wäre das ja nicht so.
      Denn Basalt an sich fand ich von der Farbe auch sehr schön und natürlich und günstig ist er natürlich auch.
      Split würde ich aber nicht mehr bnehmen einfach weil es nach einiger Zeit echt nimmer schön sondern siffig ausschaut.
    • Ich hab da eine ganz andere Theorie

      Basalt selbst glaub ich nicht, dass der magnetisch ist und ist bei der Entstehung des Gesteins schlichtweg verbrannt bzw vollständig verschmort.

      Was ich aber wohl glaube ist, dass der Diabesbasalt magnetische Einschlüsse hat. Beide Gesteinsarten "wachsen" quasi nebeneinander. Der Diabes ist durchzogen von grünlichem Material: baufachinformation.de/denkmalpflege.jsp?md=1988017123767

      Und wenn man nun in einem einzigen Werk beide Gesteinsarten zu Splitt verarbeitet, dann denke ich, ist es durchaus möglich, dass man magentische Stoffe in seinem "reinen" Basalt hat.
      Feldspat ist glaub ich magenetisch..oder? Und ist der nicht zudem auch Kupferhaltig??
      Ich lasse mich da gerne eines besserne belehen...

      Ich gebe nur dazu auch mal zu bedenken, dass man durchaus im Hundetrockenfutter hier und da auch mal Teile von der Katzentrockenfutter Herstellung findet und somit dnke ich, ist meie idee nicht ganz abwegig...oder?

      LG
      Esther
    • Hallo
      Es ist doch immer eine Frage der Korngröße und der Form . Den Basaltsplitt wird es doch auch in verschiedenen Korngrößen geben, zudem ist er sehr scharfkantig was ein verkeilen der Steinchen untereinander begünstigt. Wäre er abgerundet hätte man gleich einen loseren Boden.
      Das Futter im Boden verschwindet hat nur was mit der Korngröße zu tun. Das machts auch bei anderen Aquarienböden der gleichen Körnung.
      Schönen Gruß
      Ludger
    • Hallo Esther!

      Ich werde mal "einschreiten". ;)

      Deine Theorie ist halb-richtig. Basalte sind eine Gesteinsgruppe, die aus einer finiten Menge von Mineralgruppen, Mineralen und Elementen besteht. Eines dieser Bestandteile kann elementares Eisen sein, das für den Magnetismus verantwortlich ist.
      Der Diabes heißt Diabas und ist ein metamorpher, meist variszischer (416 -251 mio a) Tholeiit, der wiederum auch zur Gruppe der Basalte (basische Extrusiva) gehört.

      Komme ich nochmal zum Kern der Sache. Wie jeder weiß wird Magnetismus (bezogen auf dieses Beispiel) von Eisen, Nickel und Kobalt erzeugt. Diese müssen elementar vorliegen, kommen aber chemisch gebunden auch mit sehr großer Sicherheit (wie auch Kupfer, das darum nicht gefährlich ist) in den Mineralen vor, die o.g. Gestein aufbauen.

      Feldspat ist nicht magnetisch.
    • Hallo!

      Metamorphose im petrographischen Sinn bedeutet, dass ein Gestein durch Temperatur und/oder Druck verändert wird, was dazu führt, dass sich neue Minerale aus den Bestandteilen der alten bilden, ohne dass das Gestein schmilzt.
      Als Variszikum wird ein geologischer Zeitabschnitt bezeichnet, in dem ein Gebirge (die Varisziden) durch Kontinent-Kontinent Kollisionen gebildet wurde.
      Basalt ist nicht ein Gestein, sondern eine Gruppe, deren Endglieder sich durch ihre mineralogische Zusammensetzung unterscheiden.
      Basisch bedeutet in diesem Fall, dass das Gestein kein Quarz enthält. Dem gegenüber stehen saure Extrusiva wie Rhyolithe, die viel Quarz enthalten.