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Welcher Bodengrund ist geeignet

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    • Welcher Bodengrund ist geeignet

      Hallo,
      ich möchte ein Becken neu machen. Es sollen meine Taiwan-Mischlinge dort einziehen.

      Da mein PH-Wert aus dem Hahn bei 8 liegt und ich es in den Becken nicht unter 7 bekomme, bräuchte ich einen Bodengrund, der den PH-Wert senkt. Wurde mir jedenfalls zu geraten.

      Zu welchen Bodengrund würdet ihr mir raten?
      Vielleicht sogar mit einem Bodenfilter?

      Auch für weitere Tips wäre ich dankbar(ein Leitwertmessgerät ist leider noch nicht vorhanden)
    • Hallo Bianca,

      nach meinen persönlichen Erfahrungen wirkt ein aktiver Bodengrund wie z.B. Shirakura, ADA, Waterplant-Soil oder Akadama schneller, wenn er mit einem Bodenfilter kombiniert wird. Die gewünschten Wasserwerte stellen sich schneller ein und bleiben auch längere Zeit stabil. Allerdings - und das ist die Kehrseite - setzt er sich recht schnell zu und verdichtet sich sehr, so dass früher oder später (bei mir war das Problem ab einem halben bis dreiviertel Jahr Stehzeit da) der Bodenfilter kaum noch etwas umsetzt. Bei einem Luftheber lässt die Leistung sogar noch früher merklich nach. Ich habe daher überall nur noch Mattenfilter im Einsatz und bin von der Bodenfilterung komplett wieder abgekommen. Aber das ist Erfahrungssache, andere werden dir von guten Erfolgen mit Bodenfilter berichten. Von der Wasserqualität her ist es in meinen Augen egal, ob Bodenfilter oder HMF. Den HMF weiden besonders die kleinen Garnelen sehr gern ab, also ist das für mich ein großer Vorteil.

      Die sogenannten aktiven Bodengründe senken hauptsächlich den KH-Wert, aber auch den GH-Wert zum großen Teil. Sie geben alle am Anfang mehr oder weniger Schadstoffe, z.B. Ammonium (bei hohem pH wird Ammoniak draus) ab. Das liegt einfach in der Natur der Sache, denn es handelt sich immer um saure, natürliche und teils gebrannte Lehm- und Lößböden. Für reine Pflanzenbecken ist das sogar erwünscht, denn so hat man gleich eine sehr ordentliche Düngewirkung und die Pflanzen wachsen prächtig.

      Bei Garnelen kann das aber besonders am Anfang zu Problemen führen, denn die mögen Ammonium/Ammoniak gar nicht. Außerdem ziehen diese aktiven Böden derart viel Kalzium(verbindungen) aus dem Wasser, dass es bei den Garnelen früher oder später zu Häutungsproblemen mit meist tödlichem Ausgang kommt, weil sie nicht genügend Mineralstoffe zum Aufbau ihres Exoskeletts mehr aufnehmen können. Man muss also bei aktiven Böden immer mit Mineralpulver oder flüssigen Mineralprodukten arbeiten und auch Mineralsteine zum Abweiden anbieten.

      Ich fahre seit recht langer Zeit inzwischen sehr gut, wenn ich den aktiven Boden entweder mit diesem Colomi-Bodengrund mische, der Abbauprodukte absorbiert und (angeblich) für die Pflanzen verfügbar macht und sie über die Wurzeln an sie abgibt. Dieser Bodengrund beeinflusst den pH-Wert nicht. Oder ich gebe ein Säckchen mit Zeolith ins Becken bzw. hinter den HMF, der mir ebenfalls das Ammonium aus dem Becken zieht und damit eine "Vergiftung" der Tiere durch den aktiven Bodengrund - insbesonders in den ersten Monaten - verhindert. Das Zeolith sollte aber alle 3 Monate etwa ausgetauscht oder mit Kochsalzlösung regeneriert werden. Ich tausche immer aus, denn es kostet nicht wirklich viel und dann spare ich mir die Panscherei mit iod- und fluorfreiem Kochsalz für die Regeneration des Zeoliths.

      Es kommt also besonders bei den Taiwanern darauf an, einerseits ein Weichwasser in saurem Milieu herzustellen, welches aber auch lange Zeit ohne viel Wechselwasserpanscherei ohne Schadstoffanreicherung in pH und KH stabil steht. Die Mischlinge sind nicht allzu empfindlich, da mag es gehen, Wasserwechsel mit Frischwasser zu machen, welches nicht nahezu identisch ist mit den Werten des Aquariumwassers. Spätestens, wenn dann aber die ersten echten Taiwanerbabys im becken sind, wirst du feststellen, dass sie starke Ionen- und pH-Wert-Schwankungen überhaupt nicht vertragen und plötzlich "verschwunden" sind. Grundsätzlich gilt: häufigere Kleinstwasserwechsel statt 14-tägige Wasserwechsel im 20%-Bereich.

      Viel Erfolg. Ach ja: das Becken muss natürlich wenigstens 3 Wochen einfahren, bevor du die Tiere einsetzt, aber das wirst du ja wissen...