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Was ist zu tun, um Krankheiten und Epidemien zu vermeiden oder effektiv zu bekämpfen?

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    • Hallo,

      ein verspätetes „danke Ulli“, den Bericht kannte ich nicht. Verspätet deswegen, weil ich die Garnelenklick-Website zwischendurch über meinen Server nicht erreichen und so auch nicht posten konnte. Bislang wusste ich von Aerosomas nur, dass die als "Krankenhauskeime" vorkommen und Sepsis und Wundheilungsstörungen und angeblich auch Magen-Darm-Erkrankungen auslösen können, bei A. sobria bzw. salmonicida wusste ich, dass sie wie A. hygrophila bei Fischen (besonders den Forellenartigen, daher ja auch der Name) Flossenfäule, Furunkulose und allgemein Oberflächengeschwüre (auch bei Fröschen und Molchen) auslösen, aber dass sie auch an Wirbellose gehen, war mir bislang nicht bekannt.

      Die in dem AquaNet-Artikel beschriebenen Maßnahmen sind sicher alle sehr wirksam. Sparsames Füttern und das Vermeiden vergammelter Ecken und Filter sind natürlich ganz wichtig. Bei Ausbruch einer solchen Epidemie hätte ich persönlich allerdings große Probleme mit den täglichen großen 80%igen Wasserwechseln, weil das empfindliche Arten wie Taiwaner sicher nicht so ohne weiteres wegstecken würden. Ich glaube, dass man deswegen bei allen epidemischen Krankheitsproblemen mit seiner eigenen Prophylaxe gar nicht früh genug und gar nicht bewusst genug beginnen kann. Meist wird einem das Problem ja erst klar, wenn die Symptome bereits da sind, und dann ist es halt immer schon "fünf nach zwölf". Gerade beim Füttern muss auch ich mir immer wieder klarmachen, dass Garnelen die "1-Liter-Autos" unter den Aquarienbewohnern sind.

      Wir hatten vor einiger Zeit mal hier drin einen Thread über Sinn und Unsinn des Einsatzes dieser sogenannten Oxydatoren. Da wird ja nicht nur "normales" O2 erzeugt, sondern auch - laut Söchting - "aktivierter" Sauerstoff. Vermutlich ist damit teilweise frakturiertes Oxygen, welches kurzzeitig bei der H2O2-Aufspaltung entsteht, gemeint - banal also: O bzw. O3, womit eine schnelle und dauerhafte Oxydation besonders der im Freiwasser befindlichen Bakterien und so eine Reduzierung des Keimdrucks erreicht werden können. Die "guten" Filterbakterien, die naturgemäß in erster Linie nicht im Freiwasser sind, werden davon weniger bis gar nicht betroffen.

      Ich habe jedenfalls seit sehr langer Zeit in sämtlichen Becken (auch in den großen Diskusbecken) immer schon diese Oxydatoren in unterschiedlichen Größen im Einsatz gehabt, und habe im Verbund mit den üblichen allgemeinen Maßnahmen (wenig füttern, Filterüberwachung und absaugen von übermäßig viel Detritus usw) keine bakteriellen Probleme.

      Eine Zeitlang war - vor 20 bis 25 Jahren etwa - der Einsatz von sogenannten Diatomeenfiltern der Renner. Diese Diatomeenerde (Kieselgur) besteht aus hochporösen und mikroskopisch kleinen Kalkskeletten z.T. urzeitlicher Einzeller, Rädertierchen, Algen etc.
      Dadurch wurde, wenn man dieses Pulver (sieht aus wie Mehl) als Filtermaterial einbrachte, eine derart hohe Filterwirkung erreicht, dass man z.B. die Flagellaten von Ichthyophtirius oder Wasserblüte aus dem Becken bekam indem man sie einfach wegfilterte, wenn man diesen Diatomeenfilter für ein paar Stunden ansetzte. Die Dinger waren auch nicht für den Dauerbetrieb gemacht, sahen etwa so aus wie ein normaler Außen-Topffilter, und wurden immer nur tageweise eingesetzt. Diatomeenerde habe ich noch, aber ich habe, nachdem der alte Filter seinen Geist aufgegeben hatte, nie wieder einen neuen aufgetrieben. Schade eigentlich.
    • Mirco schrieb:


      bei einer Vergiftung hätten aus meiner Sicht nicht nur eine von den 6 erwachsenen Garnelen, sondern alle Garnelen sterben müssen, oder?


      Nur bei hoch akuten Vergiftungen, nicht aber bei schleichenden Vergiftungen. Bei schleichenden Vergiftungen sterben in Abständen zuerst langsam die schwächsten Tiere und du hast genau den Effekt, den du beobachtet hast, nämlch daß in kleineren Abständen (Tage, Wochen, Monate, je nach dem wie stark der vergiftende Einfluß ist) immer mal wieder ein Tier stirbt. Auch bisher gesunde Tiere werden geschwächt, bis sie auch irgendwann sterben. Der Übergang zwischen leichter Schädigung durch Gifte, schleichende Vergiftung und akute Vergiftung ist fließend. Deshalb wird bei Grenzwerten von toxischen Stoffen ja auch ein sog. LD50-Wert angegeben, oft auch mit Zeitangaben, das ist der Grenzwert, bei dem 50% der Tiere (nach x Stunden od. Tagen) sterben. In den seltensten Fällen sterben also alle Tiere gleichzeitig (außer der LD100-Wert ist deutlich überschritten). Auch ist es ein Unterschied, ob der Einfluß eines Giftes nur kurzzeitig einwirkt (dann muß die Dosis schon hoch sein, damit es zu Todesfällen kommt) oder ständig (dann reicht eine sehr viel geringere Dosis aus für eine Langzeitschädigung und schließlichTod).


      Den pH-Wert habe ich nicht bewusst so tief gesenkt.


      Wenn die Garnelen solche Extremwerte erfordern, dann muß es wohl sein.

      Der pH-Wert ist so tief, damit Keime und Bakterien es nicht so leicht haben sich zu vermehren.


      Also das sollte nie ein Grund für solche pH-Werte sein, sondern ausschließlich wenn die Garnelen solche Extremwerte unbedingt benötigen (unter den Fischen gibt es ja auch solche Spezialisten).
      Und vergiß nicht, auch deine Filterbakterien sind Bakterien und da leiden die meisten Arten auch unter solchen Extremwerten. Die Mineralisation der Abfallstoffe findet zwar auch unter diesen Bedingungen statt, ist aber bei solchen Werten stark beeinträchtigt.
    • Diatomic Filter / Diatomeenfilter

      Hallo,

      ich habe mich seit einiger Zeit nochmals etwas genauer mit der Diatomeen-Filtertechnik befasst. Früher hatte ich solch einen Filter bei dem Amazonasbecken im Einsatz, aber der hatte leider vor langer Zeit schon den Geist aufgegeben. HOBBY / DOHSE produziert diesen Filtertyp leider nicht mehr, wahrscheinlich, weil der Einsatz reichlich umständlich ist und das Ding kein Verkaufsrenner war.

      Dennoch halte ich bis heute diese Form der Filterung für unschlagbar, wenn es darum geht, innerhalb von nur wenigen Stunden Wasserblüte oder eine Ichthyoplage, Oodinium oder auch bakterielle Infektionen zu bekämpfen. Das Filtersubstrat selbst, spezielle, sehr feinporige Filterbeutel und Diatomeenerde (Kieselerde oder Kieselgur tut's auch) sind nach wie vor (auch bei ebay) zu bekommen.

      Man kann einen alten "normalen" Topffilter sehr leicht selbst zu einem Diatomeenfilter umfunktionieren, er sollte nur halbwegs leistungsstark sein (also kein 1,2-Watt-Spielzeug):

      Man muss dazu etwas umbauen und den Einlaufstutzen im Filter (meist ein Loch an der Unter- bzw. Innenseite des Filterkopfes, der später von oben auf den Topf aufgesetzt wird) mit einem passenden langen Plastikrohr bis etwa 3-5 cm oberhalb des Filtertopfbodens verlängern, so dass das einströmende Wasser von unten her verwirbelt wird und vom Auslauf oben am Filterkopf aufgenommen wird. Alles sonstige Material (Filterkörbe etc.) muss aus dem Filtertopf entnommen werden.

      Oben am Auslauf befestigt man - das muss man individuell ausprobieren, denn die Art des Auslaufes ist von Filtertyp zu Filtertyp unterschiedlich - ebenfalls entweder ein kleines Stückchen Plastikrohr oder sonst irgendeinen Stutzen, welchen man dann mit dem Diatomeenfilterbeutel verbindet. Die Verbindung muss dicht (!!!) sein. Diese Diatomeenfilterbeutel gibt es in unterschiedlichen Größen, sie sind weiß und erinnern irgendwie an Mini-Staubsaugerfilter. Letztlich sind sie auch nichts anderes.

      Wenn man das geschafft hat, muss man noch außerhalb des Filters an den Zu- und Ablaufschläuchen (ca. 15 bis 20 cm oberhalb des Austritts aus dem Filterkopf) einen Kurzschluss herstellen: man schneidet beide Schläuche ca 15 cm oberhalb ihrer Austritte aus dem Filterkopf ab, setzt jeweils ein T-Stück mit Umschalthahn ein, verbindet die beiden T-Stücke wie den Querbalken des Großbuchstabens "H" mit einem kurzen Schlauchstückchen und setzt an das verbleibende freie Ende die normalen Zu- und Ablaufschläuche vom und ins Aquarium wieder auf.

      Zuletzt muss die Sache so funktionieren, dass man mit den Umschalthähnen den Wasserfluss so lenken kann, dass das Wasser aus dem Filter eben NICHT sofort wieder zurück ins Aquarium gepumpt, sondern durch den Kurzschluss über den Eingang unmittelbar wieder zurück in den Filter gedrückt wird, und der Umschalthahn auf der Eingangsseite muss ebenfalls das Nachfließen des Aquariumwassers verhindern und gleichzeitig das Wasser aus dem Kurzschluss-Kreislauf wieder zurück in den Filtertopf zulassen. Ich hoffe, ich habe das jetzt verständlich beschrieben. Seit IKEA ist man ja nur noch optische Bauanleitungen mit Bildern gewohnt...

      Warum diesen Kurzschluss?

      Das hat mit der Diatomeenerde zu tun. Das ist ein ganz feines, weißes Pulver, fein wie Mehl. Es besteht aus mikroskopisch kleinen Kalkskeletten von urzeitlichen Einzellern. Unter dem Mikroskop sieht das Zeug so ähnlich aus wie die Kalkskelette von Seeigeln, die man gelegentlich am Meer findet. Diese Kalkskelette sind hochporös und stellen damit unglaublich feine, winzige Filterpartikel dar.

      Man gibt, bevor man den Filter anschließt und vor dem Befüllen mit Wasser je nach Filtertopfgröße 4 bis 6 Esslöffel von dieser Diatomeenerde in den Filtertopf, verschließt das Ganze wasserdicht und lässt das Wasser aus dem Aquarium einströmen. Wenn der Filter vollständig mit Wasser gefüllt ist, verschließt man mit den Wechselhähnen den zu- und Ablauf vom/ins Aquarium, so dass das Wasser nur noch durch den "H"-Kurzschluss aus dem Filter heraus und sofort wieder in den Filter hinein gepumpt werden kann und schließt ihn an die Stromzufuhr an.

      Das einströmende Wasser im Filtertopf (unten am Filtertopfboden) wirbelt die Diatomeenerde auf, die milchige Suppe wird (oben am Filterkopf) durch den Diatomeenfilterbeutel abgesaugt und sofort auf der anderen Seite wieder in den Filtertopf hineingepumpt. Allmählich (das dauert drei bis fünf Minuten) setzen sich bei diesem Spielchen immer mehr Diatomeenerdepartikel an dem Filterbeutel ab, so dass man schließlich von dem Filterbeutel selbst nichts mehr sieht, sondern alles voller weißer Diatomeenerde ist. Wie ein Bienenschwarm, der sich um seine Bienenkönigin sammelt. Allmählich wird jetzt auch das Wasser im Filtertopf wieder klar, denn das, was das Ganze beim ersten Aufwirbeln milchig und undurchsichtig gemacht hatte - die Diatomeenerde - das "klebt" ja jetzt durch den Wassersog festgehalten mehr und mehr an dem Filterbeutel.

      Wenn das Ganze soweit gediehen und das Wasser vollständig klar ist, beginnt man zuerst mit der WasserEINLAUFseite und dann fast gleichzeitig mit der WasserAUSLAUFseite allmählich damit, den ganzen Kurzschluss aufzuheben, denn erst jetzt arbeitet der Filter effektiv, weil sich die Diatomeen am Filterbeutel festgesetzt haben und ihre Filterwirkung ausüben können.

      Den Filter selbst lässt man dann immer nur ein paar Stunden laufen, das reicht völlig, um das, was man aus dem Becken filtern wollte, herauszuholen.

      Nach Beendigung schaltet man ihn einfach ab, stellt den Kurzschluss wieder her und fertig. Die Diatomeenerde fällt dann, weil der Wassersog wegfällt, teilweise wieder von dem Filterbeutel ab. Bei Neustart muss die Prozedur wie oben beschrieben wiederholt werden. Man kann den Filter ganz entfernen und für das nächste Becken benutzen, oder man lässt ihn stehen, wie er ist und benutzt ihn ein paar Wochen später einfach weiter. Man muss die Erde nicht jedes Mal erneuern und es passiert auch nichts, wenn der Filter ein halbes Jahr so herumsteht. Da fault nichts und da stinkt nichts (ich wollte es damals gar nicht glauben, aber es ist tatsächlich so!) und bei Neustart kommen auch keine Verunreinigungen oder Neuinfektionen ins Becken, wenn man wie beschrieben die Kurzschluss-Prozedur zuvor sorfältig durchführt (lieber eine Minute länger als eine Minute zu kurz!).

      Das Ganze ist, wie Ihr seht, keineswegs pflegeleicht, und das ist wohl auch der Grund dafür, dass diese Filter nicht mehr hergestellt werden. Der Durchschnittsaquarianer wird sich diese Mühe nicht machen, der kippt lieber irgendwelche Medikamente ins Wasser. Für die Garnelenhaltung ist das Ding jedoch z.B. bei bakteriellen Problemen oder Pilzinfektionen oder milchigem, trübem Wasser (Bakterien- oder Algenblüte) durchaus eine chemiefreie Alternative.

      Ich dachte, dass das den einen oder anderen hier vielleicht interessieren könnte.
    • Hallo Rainer,

      da hast du wohl recht. So was ist nichts für alle. Ich hab's trotzdem mal reingestellt, weil es ja auch eine Anregung für den einen oder anderen Elektronikbastler sein könnte. Die Ansteuerung der Wechselhähne sollte ja kein unüberwindbares Problem sein, und wenn man heute einen ganzen Computer in so ein kleines Ding wie ein Smartphone packen kann, sollte ein winziges Programm für die Automatisierung des Startvorganges ja kein Riesenproblem sein.
    • Aus diesem Anlass habe ich den Thread gefunden. Und wollte mir dieses Beta Glucan bestellen, meine Apotheke kann es nicht bekommen, bei amazon weiß ich nicht welches? kann mir jemand helfen?
      Es sterben aus einer Anfangspopulation von 10 F1 Black Bees, fünf sind noch übrig, davon ein tragendes Weibchen, erst heute habe ich wieder eine Tote rausgeholt, Verfärbung wie bei den Essbaren, leicht hellorange.
      Wasserwerte sind normal, es handelt sich um ein Tetra Becken 20 l mit Borneo Soil ein Söchting ist drin, gefiltert wird mit Dennerle Eckfilter und Biosubstrat darin. WW sind PH 6,5, KH 0, GH 6 Leitwert 275 .
      Die Tiere zeigen keinerlei Anzeichen von Verfärbung oder hellwerden, einzig etwas ruhiger werden. Habe auch dieses Flubenol 2 noch - nicht benutzt, oder soll ich es damit probieren? LG Gabriela
    • @ Gabriela:

      Das Beta-G gibt es von der Fa. Genchem (und wahrscheinlich auch andere). Das kann ich Dir empfehlen, die Tiere sind verrückt danach... Aber ich glaube nicht, dass mit dem Mittel das Sterben in dem Becken aufhören wird. Es ist ein sogenannter Immunbooster, und kein Heilmittel. Das Problem muss gefunden werden, und oft ist das unmöglich. Es könnte natürlich eine Bakterienexplosion sein, dann helfen nur extreme Mittel...
      Gruß von der Stefanie
    • Hallo Zusammen,

      auch ich hatte bereits das "Vergnügen" mit dem Garnelensterben. Jeden Tag sind mir 1-3 Garnelen gestorben, vorallem nach der Häutung ist kein Tier durchgekommen.
      Nun, woran konnte das liegen? Wasserparameter waren alle Tip Top, verändert hatte ich rein garnichts.
      Nunja, ersteinmal habe ich den Wasserwechsel erhöht um einer vermuteten Keimexplosion entgegenzuwirken.
      Das half auch nichts... Auch die Zugabe von SMBB, Erlenzapfen und Walnussblättern brachten keinen Weg zur Lösung des Problems.

      Nach intensiver recherche im Internet bin ich dann auf Desamar zur Bekämpfung bakterieller Probleme im Aquarium gestoßen (kommt eigentlich aus der Teichindustrie...).
      Ich habe mich darüber mit ein paar meiner Leute im Bekanntenkreis unterhalten (welche mir auch zu dem Mittel geraten haben) und schnell stand die Dosis fest.

      Ca. 4 Tage nach der erstmaligen Anwendung hörte das große Sterben tatsächlich auf und so konnte ich meine Stämme retten.
      Zwischenzeitlich habe ich in einem Becken die Behandlung wiederholt, was wiederrum das Problem löste.

      Was ich mich nun nur frage, wie konnte es zu der bakteriellen Flut kommen?
      Ich fütter 2-3 Tage und mache dann auch wieder eine Futterpause die 1-2 Tage betrifft.
      Desweiteren füttere ich nicht übermäßig viel...

      Jedenfalls war Desamar die Lösung meiner Probleme - vielen Dank nocheinmal an die Personen die mir diesen Tip gegeben haben!
      LG, Andi