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Mit welchen Mitteln PH-Wert senken

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    • Mit welchen Mitteln PH-Wert senken

      Hallo zusammen,

      habe im Moment einen kleinen Wassergau, welcher bis jetzt (toitoitoi) noch keine Opfer gefordert hat.

      Zur Erklärung:
      Ich hatte gestern Wasserwechsel bei fast allen Becken gemacht.
      Heute habe ich, mehr aus Neugier, mal das PH-Meter vereinzelt reingehalten.
      Nach erneuten Eichen, da ich dem Wert nicht traute und nach Gegenmessen mit Tröpfchentest stand fest, dass in allen Becken mit frischem Wasser ein PH von über 8 anliegt !
      Also auch mal die Wassertonne nachmessen, da dort nur reines Wasser drin ist, welches nicht durch irgendetwas beinflusst wird.
      Auch hier habe ich einen PH von 8,27.
      Als nächstes das aktuelle Leitungswasser - PH 7,87

      Wie können solche Schwankungen kommen?
      Obwohl im Moment diese Frage nebensächlich ist.

      Die Hauptfrage ist nun, wie bekomme ich den PH-Wert gedrückt?
      Osmose hab ich nicht, Torf auch (noch) nicht.In einem Becken habe ich 2 SMBB ich dazu getan, wobei sich der Wert innerhalb 4 Std. um 0,02 Points nach unten gesenkt hat (8,16 zu 8,14).In einem anderen Becken schwimmen 10 Erlenzäpfchen, wobei sich der Wert um 0,04 Points nach oben bewegte (8,38 zu 8,42)
      Was beeinflusst man den PH-Wert noch? CO² kann ich ausschließen, da kompletter Luftheberbetrieb.

      Weitere Fragen sind:
      Woher bekomme ich Torf und was muß ich beachten (verschiedene Arten, Größe)?
      Welche Dosierungsrichtlinie kann man nehmen (x/100Liter)
      Wie schnell darf man oder sollte man absenken?

      Welche Osmoseanlagen genügen (oder anders: muß es eine teure Anlage sein)?
      Welche Durchflussmenge?
      Worauf sollte beim Kauf geachtet werden?

      Worauf ich also hier aus bin ist natürlich schnelle Hilfe für mich, aber auch eine Art Leitfaden.

      P.S. war mir nie solchen Schwankungen bewusst und war auch in letzter Zeit ein echter Messmuffel, aber es scheint mir, als wüsste ich nun, warum meine CR´s sich nicht vermehren wollen und bei den Bienen die Jungen nicht hoch kommen ;(
    • Hi

      ich messe seit JAHREN kein pH Wert mehr mann macht sich nur verrückt damit ! ... Schwankungen im Tagesverlauf von +/-0,5 Punkte (ohne externe CO2 zufuhr) sind völlig normal ... bei Starklichtbecken können die Schwankungen sogar noch größer sein ...
      meine persönliche Meinung ist das der pH-Wert völlig überbewertet wird ! ... ich ermittle beim wöchentlich ~50% TWW nur noch den Leitwert und verschneide mein Wasser entsprechend und gut ist ... (OK Jodzugabe nicht vergessen und schon läuft es wie von alleine) ...
    • Hey Enrico,

      danke für die schnelle Antwort.
      Hab deine Vorgehensweise schon im anderen Thread gelesen, aber...
      ich mache mich ein wenig verrückt, da es recht schnell auf über 8 hinauf ging und in der Regel immer um die 7,5 bei mir aus der Leitung kam.
      Dass du verschneidest habe ich auch gelesen, nur fehlt mir dazu im Moment das nötige Equipment.

      Wäre schön, wenn du mir auch die Fragen in meinem ersten Post erläutern könntest.
    • Hey, guter Link.
      Ich denke dieser Link ist bei einer Regentonne, in welcher Leitungswasser aufbewahrt wird brauchbarer (von deiner empfohlenen Seite verlinkt).

      Als Kurzfassung wäre das dann doch so möglich:
      • Wasser in Tonne
      • Torfkanone und Pumpe rein
      • laufen lassen bis gewünschter Wert erreicht


      Richtig verstanden?
      Das wäre ja schon fast zu einfach...
    • Nabend Zusammen,

      Also ich halte dein Vorhaben für übereilt, ich denke du solltest dir jetzt, angenommen du willst dauerhaft den niedrigen PH "gewährleisten", ersteinmal Gedanken zu deiner zukünftigen Handhabung machen, denn jedes mal son ollen Topp aufsetzen und die Parameter überprüfen obs nun sauer genug ist ist doch auch nicht das gelbe vom Ei oder?

      Um dem ganzen Rummel der Panscherei zu umgehen könntest du dir eine Osmose Anlage zulegen (ich weiß,wo man welche recht günstig erwerben kann) oder einen Vollentsalzer. Die andere Möglichkeit wäre der so heiß umstrittene Aktiv Soil, der dir enorm dabei helfen würde in Richtung saurem Milieu zu steuern, jedoch bei hartem Wechselwasser sehr schnell erschöpft wäre.

      Ich zB habe auch Flüssigbeton aus der Leitung und komme bei der einiger Maßen "stressfreien" Pflege von Bees auch nicht um eine Osmose oder einen VE drum herum, alles andere kostet unnötig Zeit, die man nicht hat :) Dennoch kannst du natürlich dann mit deinem Osmose/VE Wasser auch noch tolle Experimente machen zwecks Lietwertversuche/PH Versuche/ Härteversuche und so weiter ...

      Also ich würde mir echt erstmal überlege wie leicht/anstrengend du es in Zukunft haben willst ! :)

      Marian
    • Hey Marian,

      ich wehre mich ein wenig gegen Osmose, da dort (je nach Verhältnis) ne Menge "Abwasser" anfängt.
      Man zeigt mir hier zuhause nen Vogel, wenn ich bei Regen Blumen giessen gehe, nur weil die Tonne mit Abwasser voll ist :pillepalle:
      Schick mir aber trotzdem mal ne PN mit Bezugsquelle.
      Die Anschaffung eines Vollentsalzers schließe ich (nach jetziger Kenntnis) allein schon aus Kostengründung aus.

      Ausserdem werden auf einen Schlag immer gut 250 Liter angesetzt, somit ist es eine nicht ganz so grosse Panscherei.
      Ich denke, ich werd mir morgen mal eine bauen und nen Versuch starten.
    • Hallo...


      Wasserwerte ermittelnund Wasserwerte anpassen ist ein ganz heikles Thema. Immerhin ist es nicht damit abgetan nun den Tieren die richtige PH Konzentration zukommen zu lassen, sondern man muß auch bedenken, dass sich die Tiere jetzt dem aktuellen PH-Wert angepaßt haben. Eine Wasserumstellung kann jetzt genauso tödlich sein wie der PH-Wert selber. Wenn du deinen Wasserwert ermittelst, dann solltest du jedoch auch die anderen Wert GH und KH mit beachten. Diese Werte sind oft die entscheiden. Den PH-Wert ignorierer ich auch, wie so manch anderer hier im Board. Ich halte meine Red Bee's auch bei einem PH-Wert von 7,5 wo viele sagen das ght nicht. Doch es funktioniert wenn man ein paar Sachen beachtet. Man sollte sehr besonnen an die Sache rangehen. Wasserwerte kann man auch mit Eichenextrakt senken, was jedoch ein wenig Übung voraus setzt, da hier der wasserwert erheblich mit ein paar ml gesenkt werden kann. Ist man ein wenig zu panisch und versucht gleich dem PH-Anstieg radikal gegen zu wirken, dann geht es meistens in die Hose. Versuche deine Anschaffung doch einfach gering zu halten. Kauf dir im Baumarkt ein Plastikrohr 1000x50mm und setze unten einen Deckel auf. Da bohrst du ein paar Löcher rein, verschließt das Rohr mit dem Deckel... unten etwas Filterwatte rein... Tort oder Weißtorf (aus dem Baumarkt 10 Kilo/7,99 Euro)... ca. 3 Hände voll auffüllen... Filterwatte drauf und ab das Wasser! Das Schwarzwasser kannst du dann mit einem Teil Frischwasser vermengen und eventuell etwas destilliertes wasser dazu geben, wenn du keine Osmoseanlage hast. Ansonsten reicht es für den Anfang. Doch deine ganze Wasserpantscherei hat nur dann Sinn, wenn du die Ursache für den PH-Wertanstieg erkennst und beseitigst. Doch bedenke das jede Veränderung im Becken auch wieder Hektik ud Streß für die Tiere bedeutet. es kann dann wieder sein das die Eiproduktion oder Vemehrung eingestellt wird. Du siehst es ist eine Verkettung von Umstände.

      PH-Werte nur Schrittweise und über einen größereren Zeitraum senken. Sonst kann es sein, dass du deine Garnelen schneller himmelst als es der PH-Wert macht!

      Gruß Michael
    • Der Regen der letzten Wochen war leider durch die Vulkanasche aus Island offenbar massiv beeinflusst. Mit ein, zwei Handvoll Torf und/oder Eichenblättern in der Tonne lässt sich das schon lösen. Marian und dr@gon haben aber schon Recht - ich würde jetzt auch keine Schnellschüsse machen sondern alles langsam angehen und vor allem keine plötzlichen Wasserwechsel. Das plötzliche "Gute" kann so schnell zum "Schlechten" werden.
    • Hallo Michael,

      ich weiß ja, dass du es nur gut meinst, aber richtig erstanden hast du mich nicht.
      Der PH-Wert ist im Moment schlagartig angestiegen, deshalb hoffe ich mal, dass ich dadurch nicht die Tiere himmel.
      Das es so ist, weiß ich durch mein Aquaclayversuch. Dort wurde das Ausgangswasser durchgemessen.Das war vor dem letzten WW.
      Ich wollte sie nur schnellstmöglich wieder auf gewohnte Werte bekommen.
      Meinst du trotzdem, dass ich es langsam angehen lassen soll?

      @Erich
      Meinst du, dass die Asche in dem Maße bei der Wasserquali mitspielt? Konntest du das beobachten?

      Schön, dass jetzt auch mal Dosierungshinweise kommen :thumbup: . Darauf hab ich gewartet. Meine Frau meinte nämlich schon, man könne doch einfach ne Strumpfhose voller Torf ins Fass hängen
    • Hallo...

      also ich habe mir da so eine Torfkanone selber gebaut und nutze auch bei verschiedenen Garnelen das Torfwasser, wlches ich mit Osmosewasser verschneide. Ich habe ein Ausgangswasser aus der Wasserleitung von PH 8,2/GH18/KH11 und das jage ich durch die Torfkanone! Danach habe ich einen PH Wert von ca. 5,5 bei den ersten 20 Liter, wobei der Torf dann bei jedem Spülgang abbaut! Insgesamt erhalte ich eine Wassermenge von ca. 100 Liter mit einem Durchschnitt von ca. PH 6,0!!! Die Torfmenge ist etwa der Inhalt einer 1,0 Liter PET-Flasche...

      Durch das Verschneiden von Torfwasser mit Osmosewasser 1:1 erhalte ich dann mein Wechselwasser von PH 6,5-7,0 / GH 6 / KH2

      Ansonsten solltest du mehrmalig deine Wasserwerte überprüfen, bevor du die Werte senkst. Allerdings nicht radikal sondern das Aquarienwasser mit dem neuen Wechselwasser verschneiden. Wenn du täglich 10 -15% wechselst, dann paßt du dein Becken langsam an das Wasser an und deine Garnelen werden es dir danken.

      Mit Regenwasser würde ich zur Zeit auch vorsichtig sein, denn wie @Erich schon gechrieben hat, kann in den oberen Luftschichten etliches vom Lavadreck vorhanden sein. Ob das Auswirkungen hat kann ich dir auch nicht beantworten. Aber auch Regenwasser ist nicht so ganz Schadstofffrei. Ich lasse mein Torfwasser z.B noch anschließend langsam durch Aktivkohle laufen um vorhandene Schadstoffe aus dem Torf zu entfernen. Jeder muß halt so seine eigenen Erfahrungen machen und nicht jeder rat bringt Erfolg!

      Gruß Michael
    • Hi
      Anstatt des Täglichen WW von 10-15 % könnte man doch auch eine kleine Menge Torfgranulat in nem Strumpf packen. Ist die Menge klein oder kaum umspült so brauchts wohl einige Zeit bis der Wert wie gewünscht ist,aber die Absenkung wäre stetig und langsam.Hat man dann den Wunschwert erreicht, nimmt man das Granulat aus den Becken und arbeitet mit dem verschnittenen Wechselwasser weiter da 1. Das Torfgranulat auf Dauer zu teuer ist und 2. bei jedem WW mit Leitungswasser die Werte im Becken heftig pendeln.
      Korrigiert mich wenn ich falsch liege.
      Schönen Gruß
      Ludger
    • Hallo Micha,

      danke für die ausführliche Beschreibung.Ich denke, ich werde mal anfangen danach zu arbeiten.
      Mit welcher Größe und Art an Torfkanone arbeitest du? Da gibts ja genügend unterschiedlicher Meinungen und teilweise auch Bauformen (z.B. Spülung mit Druck oder drucklos)

      @Ludgar
      daran hatte ich auch schon gedacht, nur denke ich, dass man mit aufbereiteten Wechselwasser bessere Kontrolle hat.
      Vielleicht täusche ich mich hiermit aber auch und warte mal, ws die anderen sagen.
    • hallo...

      ich arbeite ohne Druck in der Torfkanone! Einfach ein Rohr nehmen und mit Torf befüllen, dann Wasser durchlaufen lassen! Somit spüle ich eigentlich die Huminsäuren aus dem Torf, die ich zum Senkes des PH-Wertes brauche. Auch die Variante mit dem Torf uíns Becken hängen funktioniert. Oder wenn man einen Filter mit Torf befüllt... jedoch hast du bei beiden varianten am Anfang eine sofort freigesetzte Menge an Huminsäuren, da ja der frische Torf hiermit noch stark angereichert ist. Also würde ich lieber außerhalb des Beckens versuchen einen stabilen Wert den ich auch konrollieren kann zum Verschneiden zu benutzen! Aber jeder hat hier wahrscheinlich seine eigenen Erfahrungen!


      Gruß Michael
    • Morgen Markus
      Um die Werte dauerhaft zu halten geht kein Weg an das verschnittene Wechselwasser vorbei. Ich meinte auch nur die Absenkung des jetzigen PH-Werts von ~8.3 auf den gewünschten Wert. Wenn du einen WW mit verschnittenem Wasser machst hast du imer relativ schnelle Wert änderungen (je mehr wechsel desto geringere änderungen), welche sich dann nach kurzer Zeit schon wieder anpassen/ändern.(Beispiel : Senkst du den PHWert mit hilfe von Wasserwechsel von 8,3 auf 8. Wartest dann eine Stunde, und misst erneut dann geh ich davon aus das der Wert nicht mehr 8 beträgt sodern ca 8,1 da es immer eine Weile dauert bis das sich das Wasser komplett vermischt hat und auch im Boden sich der Ph geändert hat.
      Hängst du eine kleine Menge Torfpellets rein, kannst du ganz entspannt abwarten bis sich der Wunschwert eingestellt hat. Sollten die erte stehen bleiben bevor du deine Werte erreicht hast erneuerst du die Pellets oder gibst frische dazu. Sollten du in der Zeit WW fällig werden nimmst du verschnittenes Wasser mit identischen Werten wie im Becken dafür. Hast du dann dein Ziel erreicht mit deinem wunsch Ph arbeitest du mit deinem verschnittenen Wasser aus Torfkanone und Leitungswasser weiter.
      Vorteil: keine ständigen WW mit Ph und KH-Wert unterschieden und dauerndem Messen, langsame und dadurch für die Garnelen schonende Ph und KH-Wert absenkung . Auf gut Deutsch weniger Arbeit. :D
      Schönen Gruß
      Ludger
    • das mit der strumpfhose funktioniert gut. ich habe damals zwar nur eine socke genommen und mit torf (hier aus nahmsweise aus der teuren aquaabteilung)gefüllt und ins becken gegeben.
      es ging ganz langsam und stetig mit dem ph bergab....dauerte einige tage, bis ich "meinen" wert erreicht hatte.

      allerdings musste ich mein torfsäckchen mit einem steil beschweren, da es sich hartnäckig weigerte am boden zu bleiben.
      eine ganz sanfte art.

      gruß
      esther
    • Hallo zusammen,

      ich greife das Thema nochmal auf, da ich mich in der Zwischenzeit mal ein wenig in die Materie eingelesen habe und wissen möchte, ob ich alles richtig verstanden habe.
      Ausserdem habe ich noch die ein oder andere Frage, welche mir in zahlreichen Texten nicht ausreichend beantwortet wurden...

      Also...
      • der PH-Wert wird vom KH-Wert beeinflusst. Dies ist die sog. Pufferwirkung
      • der PH-Wert kann nur gesenkt werden, wenn der Puffer (KH-Wert) gesenkt, bzw. geknackt wird
      • ein Säuresturz ist dabei nur seltenst möglich, da immer ein wenig KH über bleibt, welche mit "unseren" Methoden nicht nachgewiesen werden kann (habe da noch das SBV - Säurebindungsvermögen im Kopf.Vielleicht kann Enrico das nochmal ein wenig genauer erklären)
      • die Senkung erfolgt durch Senkung des KH und Einbringung von Säure (Huminsäure in Form von Erlenzäpfchen, Eichen- Smbb- oder Walnussblättern, Torf) oder erfolgt sie durch die bereits vorhandene Säure im Wasser?
      • die Senkung des KH-Wertes kann durch Osmoseverschnitt, VE-Verschnitt, (kurzfristig?) Torfkanonenwasser-Verschnitt oder dest.Wasser erfolgen
      • der PH-Wert von dest. Wasser ist um die 7, also Neutral. Somit wird die PH-Senkung nur durch das Zusammenspiel des dest. Wasser-KH 0 und dem vorhandenen KH-Wert des Ausgangswassers beeinflusst.
      • der PH-Wert des Osmosewassers wie auch des VE-Wasser bleibt gleich dem des Ausgangswassers.Lediglich werden die Werte GH und KH annähernd (nicht nachweisbar) auf 0 gebracht
      • der PH-Wert des Torfkanonenwassers hängt vom vorhandenen Torf und der Durchfluss/Wirkzeit zusammen und kann nicht generell genannt werden. Ebenso werden der GH- und KH-Wert durch den Einsatz gesenkt.Bei der Anwendung wird dem Torf CO² ausgetrieben, welches sich in hoher Konzentration im erhaltenem Wasser befindet.Dieses muß durch Oberflächenbewegung oder Sprudel-/Lufthebereinsatz erst ausgetrieben werden, um die tatsächlich erhaltenen Werte des gewonnenen Wassers ermitteln zu können.Durch die vorhandene Huminsäure herrscht eine geringe Keimdichte.
      • Erlenzäpfchen sowie o.g. Blattsorten müssen großzügig zugegeben werden um eine etwas größere PH-Senkung hervor zu rufen und ist deshalb nur für kleinere Änderungen nützlich. Jedoch ist eine Zugabe zwecks Senkung der Keimdichte sinnvoll.
      • dann gibt es da noch die aktiven Bodengründe (Soil, Akadama...) welche mittels Ionenaustausch reagieren und dadurch eine Senkung hervor rufen


      Nun zu meinen Fragen:
      Wenn ich meinen Zielwert erreicht habe, pendelt sich der PH-Wert dann ein oder muß er durch Zugabe von aussen unterstützt werden? Ich denke da an Wiederanhebung des KH als Puffer. Oder ist da nichts weiter nötig? Der PH-Wert in eingefahrenen Becken wird ebenso durch den vorhandenen Mulm gepuffert. Puffert dieser Mulm den neu hergestellten PH-Wert oder treibt er ihn wieder in Richtung altem Wert?
      Welche Mischverhältnisse (z.B. Osmose:Leitungswasser) ändern die Ausgangswerte in welcher Größe? Oder kann man das nicht prinzipiell sagen? Ebenso wäre interessant, wie sich der LW dabei verhält.

      Mehr fällt mir im Moment nicht ein, wird sich aber sicher ergeben... :pillepalle:
    • Hallo Markus,

      Weil ich gerade das Stichwort „Mulm“ und seine „pH-Wert-puffernde Wirkung“ hier lese: Mulm kann natürlich den pH-Wert auch ein wenig senken, wenn er im besten Fall zum Großteil aus Bakterien besteht.
      Bei geringer KH-Pufferkapazität kannst du den pH-Wert aber am zuverlässigsten und am besten kontrollierbar mit einem CO2-Gerät senken. Das sollte aber nachts heruntergefahren werden, denn dann wird es von den nicht-assimilierenden Pflanzen nicht verbraucht und kann zu einem zu starken Säureanstieg führen. Falls du mit Luftheberfilter arbeitest, nützt die CO2-Anlage allerdings recht wenig, denn durch die Luftblasen wird ein Großteil des (teuer eingebrachten) CO2 sofort wieder ausgetrieben.

      Jetzt aber nochmal eine Bemerkung zum Thema Mulm. Mulm ist nicht gleich Mulm. Falls du schon mal einen Außenfilter gereinigt hast, wirst du festgestellt haben, dass sich unten im Filtertopf flockiger brauner Mulm abgesetzt hat. Wenn die Verhältnisse biologisch intakt sind, was bei einem gut laufenden Filter der Fall ist, dann besteht Mulm zu einem Großteil aus nitrifizierenden Bakterien, die sich um einen in der Regel mineralischen Kern bilden. Das Ganze ist dann flockig, bräunlich und riecht entfernt nach Waldboden. Diese Bakterienflocken werden außerdem von einer Anzahl Einzeller besiedelt, die sich ebenfalls von gelöstem organischem Material und sogar zum Teil von den Bakterien selbst ernähren. Diese Flocken bilden dann ein weitgehend abgeschlossenes Ökosystem, in welchem Konsumenten UND Produzenten existieren, also Bakterienvertilger und Bakterien, und es besteht darüber hinaus auch aus den sogenannten Filtrierern, die allesamt aber in einem ziemlich stabilen Verhältnis zueinander stehen. Dabei spielt die Wasserbelastung natürlich eine sehr wichtige Rolle, denn sie alle können nur in diesem stabilem Verhältnis zueinander existieren, wenn genügend "Abfall" (=Futter) nachgeliefert wird. Die Abbaukette wird durch eine große Vielfalt von unterschiedlichen Mikroorganismen erreicht, die die vorhandenen Nährstoffe intensiv nutzen. Diese Nährstoffe bestehen natürlich ausschließlich aus organischem Material, das aus verendeten Aquarienbewohnern (soweit sie nicht entfernt werden), aus abgestorbenen Mikroorganismen, aus Futterresten und Pflanzenteilen besteht; das Ganze ist 100%ig wiederverwertbares Material. So eine dichte Situation finden wir im Großen in biologisch intakten Kläranlagen und im Kleinen in biologisch intakten Filteranlagen eines Aquariums vor.

      Weil die organische Belastung des Wassers aber im Aquarium selbst (jedenfalls ist das der Zustand, den wir anstreben, damit es den Garnelen gut geht) bei der Verwendung effektiver Filtersysteme relativ gering ist, sind die Mulmpartikel dort meist völlig anders aufgebaut als ich es oben beschrieben habe. Über dem Bodengrund ist der Anteil mineralisierter Stoffwechselendprodukte deutlich höher als bei der beschriebenen Mulmflocke am Grunde des Außenfilters. Der Mulm im Aquarium ist meist nicht mehr leicht und flockig, sondern eher fest und "bröselig". Das ist ein deutliches Indiz dafür, dass die Anzahl der Bakterien und Mikroorganismen in diesem Substrat sehr gering ist. Ein solcher Mulm stellt nur eine nicht mehr nenneswerte Bereicherung des Systems dar, weil er überwiegend aus Stoffwechselendprodukten, aus Sedimenten besteht und nur zum geringsten Teil aus Bakterien, Bakteriophagen und Filtrierern. Ein solcher Mulm sollte größtenteils aus dem Aquarium entfernt werden. Die Garnelen nehmen nämlich, wenn sie den Mulm durchstöbern, nur das organische Material zu sich und interessieren sich nicht für die mineralisierten Soffwechselendprodukte, in denen auch kein Nährwert mehr enthalten ist. Ein solcher Mulm hat auch kaum Einfluss auf den pH-Wert, weil er nur wenige Mikroorganismen enthält, denn nur „das Leben“ ist sauer, und nicht die mineralisierten Stoffwechselendprodukte.

      Mulm ist also immer ein Gemeinschaftsprodukt aus Sedimenten UND organischem Material und unterscheidet sich durch die jeweiligen Anteile seiner „Inhaltsstoffe“ untereinander. Mulm in flockiger Form bildet sich überwiegend in Systemen ohne oder mit nur sehr dünnem Bodengrund aus. In Systemen, in welchen ein intakter Bodengrund nach natürlichem Muster existiert, spielt sich der Umbau der Stoffwechselprodukte allerdings überwiegend im Bodengrund selbst ab. Daher wird man in solchen Aquarien kaum etwas von dem flockigen Mulm vorfinden, oder anders und ein wenig drastisch ausgedrückt: große Mengen Mulm auf dem Aquarienbodengrund sind eher ein Indikator für gestörte Verhältnisse. Selbstverständlich gibt es kein Aquarium völlig ohne Mulm, aber die Menge und der Zustand des Mulms machen die Qualität aus. Oder noch deutlicher gesagt: es kann nicht das Ziel sein – auch nicht im Garnelenaquarium – große Mengen sichtbaren Mulm im Aquarium zu belassen, denn er bringt dem System keine erwähnenswerten Vorteile. Je länger der sedimentlastige „Mulm“ steht, desto mehr steigt dann auch der Leitwert an. Ich mache daher spätestens dann Wasserwechsel, wenn sich der LW hebt. Den pH-Wert beachte ich dabei gar nicht; der pendelt sich dann immer wieder quasi von selbst im gewünschten Zielwert ein.