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Angepinnt Bakterielle Infektion- Symtome, Vorbeugung, Behandlung

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    • Bakterielle Infektion- Symtome, Vorbeugung, Behandlung

      Eine bakterielle Infektion zeigt sich leider häufiger und wird durch kleinere Fehler hervorgerufen. Die Symtome können varriieren oftmals tritt eine blasse Färbung bei den Tieren auf oder eine milchige Trübung des Muskelfleisches. Im Endstadium treten unkontrollierte Schwimmbewegungen, Torkeln und Unbeweglichkeit auf. Innerlich weiß gewordene Tiere können noch längere Zeit überleben und sich erfolgreich häuten, werden aber mit vortschreitendem Krankheitsverlauf versterben. Ich habe beobachtet, das es bei stark infizierten Tieren leider keine Rettung gibt! Man kann die Krankheit aber in den Griff bekommen, besser ist natürlich vorbeugen!
      Die Bakterien die die Bakterielle Infektion hervorrufen sind immer im Aquarium vorhanden, sie werden alsubiquitäres (wiss. = allgegenwärtiges) Bakterium bezeichnet. Eine krankhafte Infektion wird durch unproportionale Bakterienvermehrung hervorgerufen. Diese allgegenwärtige Bekteriengruppe kann ohne Sauerstoff und bei kalten Temperaturen überleben, im Gegensatz zu unseren "guten Bakterien". Die Vermehrung der schlechten Bakterien wird durch hohe Temperaturen, zu hohe Besatzdichte, starke organische Wasserbelastung (Überfütterung), sauerstoffarme Bereiche und verdreckte und ungleichmäßig durchströmte Filtermaterialien gefördert. Oft fragt man sich warum diese Symtome auftreten, wo man doch lange nichts verändert hat. Mann stelle sich das so vor, ein Wasserwechsel wurde vergessen, die Höhe der schlechten Bakterien (gramnegativen Gammaprotebakterien) ist hierdurch erhöht, die Temperatur im Becken steigt nun durch die Wetterverhältnisse an, was zu einer rasanteren Vermehrung der Krankheitsauslösenden Bakterien führt und die Krankheit bricht aus...
      Oft kommt es bei Neueingerichteten, eingefahrenen Becken zu diesem Symtom, der Grund liegt daran, das sich in der Einlaufzeit genügend Aufwuchs als Anfangsnahrung für die Garnelen bildet, so das das Futter verschmäht wird.
      Auch bei geschwächten Tieren z.B. durch Stress oder Parasitenbefall kann es zum Ausbruch kommen!

      Die Behandlung:
      Wenn es zur Infektion gekommen ist, bin ich bisher so vorgegangen, das ich 80% WW jeden 2. Tag gemacht habe (dies wurde mir empfohlen) über 2 Wochen hinweg ohne dabei den Filter zu reinigen. Im Filter leben die guten Bakterien, diese sollten erhalten werden! Zusätzlich habe ich mehr Sauerstoff reingebracht indem ich einen Sprudelstein angeschlossen habe, zweck ist, die guten Bakterien brauchen Sauerstoff zur Vermehrung, die schlechten vermehren sich auch bei Sauerstoffarmut! Die befallenen Tiere und die toten Tiere müssen sofort entfernt werden, es wird vermutet, das die Infektion durch das fressen der toten Tiere auf die gesunden über gehen kann! Der Bodengrund sollte beim WW abgesaugt werden, da sich die schlechten Bakterien auch gerne in sauerstoffarmen Zonen mit viel organischem Material aufhalten.
      Ich habe bisher noch keine Antibiotikabehandlung benötigt, es hat bei mir immer mit den oben genannten Schritten geklappt! Solltet ihr dennoch eine Medikamentöse Behandlung anstreben ist wichtig, das ihr diese nicht im Becken durchführt, die behandelnden Tiere müssen in ein Behandlungsbecken separiert werden da das Medikament auch die guten Filterbakterien abtötet.

      Wie vorbeugen:
      regelmäßige WW
      Temperatur im Auge behalten
      Überfütterung vermeiden (besonders sparsam Füttern wenn Tiere in ein neu eingefahrenes Becken gesetzt werden)
      Filter warten, bzw. auf guten Durchfluss achten
      Becken nicht zu stark besetzen (Tiere verstecken sich, die Anzahl kann unterschätzt werden)
      Seemandelbaumblätter, -rinde, Bananenblätter und Erlenzapfen helfen wenn die Ursache gefunden ist!
    • Eine kleine Ergänzung zu dem Obengenannten, wenns erlaubt ist, Tina:

      alles 100%ig richtig, was da steht. Ich mache vorbeugend bei jedem Neubesatz, wenn der sich gut eingewöhnt hat und alles bestens läuft, eine 10-Tage-Kur.

      Nach meiner Erfahrung ist es sehr wichtig, den "schlechten" Bakterienstämmen (ich nenne sie der Einfachheit halber jetzt einfach mal gut und schlecht) durch "gute" entgegenzuwirken. Da sich diese Bakterien weniger im Freiwasser, sondern, wie Tina bereits geschrieben hat, viel eher im Substrat befinden, ist es wichtig, dort erstmal hinzukommen.

      Ich habe von meiner Tierärztin eine Spritze mit ziemlich dicker und langer Kanüle bekommen - das Ding wird wohl für Großtiere verwendet. In diese Spritze ziehe ich bei Bedarf einen guten Bakterienstamm auf. Das Produkt von Nutrafin kann ich in dem Zusammenhang wirklich loben, denn ich habe damit seit langer Zeit sehr, sehr gute Erfahrungen gemacht. JBL bietet da auch etwas an, allerdings kostet das dort, wo ich einkaufe, das Doppelte. Dosierungsanleitung steht auf der Flasche. Man sollte auch nicht überdosieren, entscheidend vielmehr ist, dass man es täglich macht. Tagesdosis in die Spritze aufziehen und mit Aquarienwasser auffüllen und vermischen, bis der Kolben (bei mir sind das 200 ml) voll ist. Dann "impfe" ich damit den Bodengrund durch. Das wiederhole ich als Kur täglich acht Tage lang. Ich weiß, dass das die Garnelen sicherlich ein wenig stört, aber wenn man sich ganz langsam bewegt, bleiben die nach meiner Beobachtung sitzen und fressen sogar weiter. Außerdem gehts ja um eine Vorsorge- bzw. Notmaßnahme, und da finde ich, dass es besser ist, mal ein wenig zu "stören" als zuzuschauen, wie einer nach dem anderen verreckt.

      Nach dieser 8-Tage-Kur schließe ich einen UV-Durchströmer an. Nicht diese albernen Spielzeuge mit einer 5-W-UV-Lampe, sondern einen mit 19 Watt. Er soll ja die frei im Wasser befindlichen Bakterien killen, und das so schnell wie möglich. Ich lasse den UV-Durchfluss höchstens übers Wochenende dran. Mehr als 48 Stunden bringt da wenig.

      Zusätzlich von Anfang an kommt während dieser 10 Tage ein Oxydator ins Becken, der sowohl ein wenig die Sauerstoffsättigung "pusht" als auch bei der Oxydation unerwünschter Mikroorganismen mitwirken soll, und damit die Kleinen gekräftigt werden, gibts täglich zusätzlich zu den normalen Fütterungen morgens und abends Beta-Glucans, Aminovita-P und Biozyme nach Dosierungsempfehlung.

      Nach diesen 10 Tagen wird ein kräftiger ca. 50%iger WW gemacht (der einzige "große" während der Stehzeit des Aquariums, falls nicht bei Auftauchen eines Notfalles das Ganze wiederholt werden müsste - ist mir aber noch nie passiert) mit Wechselwasser, das verschnitten wurde und den Wasserwerten im Becken entspricht.

      Fertig. Ich habe so bis jetzt noch nie(!) auch nur eine Garnele im Rahmen dieses mysteriösen "Alle-Zwei-Tage-Die-Nächste"-Garnelensterbens verloren.
    • Hallo zusammen,

      eine kleine Ergänzung zu dem Obengenannten; man hört ja im Laufe der Zeit immer wieder neue Dinge...

      Gelegentlich passiert es, dass die antibakterielle Behandlung nicht so anspricht wie man sich das erhofft oder wie andere das berichten. In dem Fall sollte man daran denken, dass sich oft bakterielle und Pilzinfektionen gemeinsam und zur gleichen Zeit einstellen und sich auch gegenseitig in die Hände spielen.

      Da kann der zusätzliche Einsatz eines Antimykotikums ganz unverhoffte Hilfe bringen. Besonders bei der Rostfleckenkrankheit ist es fast immer so, dass da ein bakterielles und ein mykotisches Problem gleichzeitig vorliegt. Als schnelle Hilfe und/oder Vorbeugung kann man da die Seemandelbaumblätter (Catappa) nennen - die wirken sehr gegen Pilze. Aus der Aquaristik ist dann auch noch das alte Malachitgrün bekannt, welches schon lange als Pilzmittel und Antiparasitikum bekannt ist; wirkt unter anderem gegen Ichthyophtirius. Leider enthält es bei manchen Herstellern offenbar zusätzlich Kupfer und ist damit für Garnelen tabu. Allerdings kenne ich einen Halterbericht, wo die Porzellankrankheit erfolgreich mit Malachitgrün bei halber angegebener Dosierung behandelt erden konnte. Die Garnelen sollen es unbeschadet überstanden und auch die Porzellankrankheit besiegt haben. Auch von "normalen" Aquarianern (also Haltern von Fischen), die Amanos als Algenpolizei in ihren Becken halten, habe ich bereits gehört, dass den Amanos der Einsatz von M. gegen Ichthyo nichts auszumachen scheint. Ich sage aber nochmals: das habe ich nur gesagt bekommen; ich war nicht dabei und habe mir das angeschaut.

      Fazit: bei Bakteriellen Infektionen auch an die Zusatzbehandlung mit Catappa denken! Man kann die Blätter schwerlich überdosieren, wenn man mit Maßen vorgeht und nicht gleich 50 Blätter auf einmal ins Aquarium wirft - aber wer macht sowas schon?! Filterung über Schwarztorf oder das Substrat als Säckchen hinterm HMF ist auch eine gute vorbeugende Maßnahme gegen Pilzproblematiken, und natürlich gilt für die schädlichen Bakterien dasselbe wie für die "guten" Filterbakterien: je saurer das Milieu, desto weniger vermehren sie sich. Wer die Fälle bakterieller Infektionen auf dieses Problem hin untersucht, wird feststellen: fast immer sind Tiere betroffen, die um die pH 7 gehalten werden, und so gut wie nie findet man Berichte, dass es zu bakteriellen Erkrankungen oder Problemen gekommen ist, obwohl die Tiere bei Bedingungen gegen pH 5 gehalten werden.