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Angepinnt Genetik - Hybridisierung ... Eine Bedrohung für unsere Garnelen? [Teil 4]

    • Genetik - Hybridisierung ... Eine Bedrohung für unsere Garnelen? [Teil 4]

      Genetik Grundwissen

      Hybridisierung und ihre Folgen!


      In meinen Genetikbeiträgen konntet ihr ja bereits einiges zur Genetik erfahren.Nun werde ich zu einem,meiner Meinung nach,sehr bedenklichem Teil der Genetik übergehen,der Hybridisierung!

      Was ist ein Hybrid und eine Hybridisierung?

      • Hybrid,auch Bastard oder Mischling genannt,ist ein Nachkommen einer Kreuzung zweier unterschiedlichen Artentypen.
      • Diese Art der Verpaarung zweier unterschiedlichen Genpools nennt man Hybridisierung.
      Warum ist die Hybridisierung so bedenklich?

      Viele Hobbyzüchter halten in ihren Becken mehrere verschiedene Arten von Garnelen, um Merkmale der einen Art an die andere Art zu vererben.Davon mal abgesehen,dass sich nicht alle Arten beliebig kreuzen lassen,kommt es in solchen Becken zu unkontrollierten Kreuzungen,die dann überwiegend nur Hybridgarnelen hervorrufen.Auf diesem Weg eine neue Garnelenart erschaffen zu wollen ist definitiv der falsche Weg,da der Genpool beider Arten beträchtlich geschädigt wird.

      Bei einer solchen Verpaarung kann es höchstens zu einem interessanten Phänotyps kommen,welcher aber nichts mit einer neuen Art oder Gattung zu tun hat.Eine neue Gattung ist erst dann als "neue Gattung" zu bezeichnen,wenn durch mühsames Selektieren eine innerartliche Mutation erbfest herausgezüchtet wurde.Erbfest heisst,dass selbst nach mehr als 100 Generationen das neue Merkmal dominant vererbt wird.

      Nun aber zurück zur Hybridisierung,sie schadet der Artenvielfalt,da sie den Genpools unserer erbfesten Garnelen stark zusetzt,wenn in den heimischen Becken dann Hybridgarnelen als reinerbige Nachkommen einer Art weitergegeben oder sogar verkauft werden und diese dann wiederum im arteinreinen Becken landen und Hybridgene weitervererben.

      Meiner Meinung nach wird man bei einer solchen Herangehensweise bald kaum noch reinerbige Garnelen hier in Deutschland erhalten können und ist gezwungen auf Importe aus Japan,China oder Taiwan zurückzugreifen.

      Mal ein Beispiel:

      Ich kaufe mir beim Händler meines Vertrauens 10 angeblich "reinerbige" Garnelen als Zuchtstamm und züchte mit ihnen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt,wo man evtl. durch andere Garnelen dieser Art frisches Blut in die eigene Zuchtlinie bringen will.Nun kauft man entweder beim gleichen Händler,der widerum evtl. auch wieder von der gleichen Quelle bezieht oder kauft schöne Tiere von privat.Doch wer versichert uns,dass die Tiere,die wir kaufen reinerbig sind?Niemand,an dieser Stelle liegt es an uns selber,ob wir auf Nummer sicher gehen oder den Verkäufern Vertrauen schenken.Nummer sicher wäre,seperat mit dem neuen Tier oder den Tieren mind bis zur F2 Generation zu züchten,ohne dass die Generation mit dem anderen Zuchtstamm zusammengebracht werden.Zeichnet sich hier eine dominante Merkmalvererbung ab,so kann man wesentlich sicherer an das Zusammensetzen beider Stämme herangehen,jedoch ist dies mit viel Zeit und großem Aufwand verbunden,der oftmals abschreckt.

      Man hört manchmal von schwarzen Schafen in angeblich reinerbigen Stämmen,wie ist sowas möglich?Zufall,dass im Genpool plötzlich ein Gen der Habitatsform hervorgerufen wird oder vielleicht doch ein ANzeichen,dass irgendwo gefuscht wurde?Was meint ihr?Manche behaupten,dass das ganz einfach auf Fakten zurückzuführen ist,doch so einfach ist es gar nicht,wenn man sich mit der Genetik näher beschäftigt.

      "Ich appeliere an dieser Stelle einfach an alle Hobbyzüchter,behaltet eure eigenen Zuchtformen in euren Becken,solange sie der Hybridisierung entsprangen und schützt somit die reinerbigen Zuchtformen vor dem Zerfall!Wenn ihr sie weitergebt,sagt,dass es Hybridgarnelen sind."

      Kritik ist immer erwünscht :)
    • Hallo Zusammen,

      im Bezug auf die Hybridisierung kann ich dem ganzen nur zustimmen. Selbst wenn man aus einer Kreuzung einen neuen "Typ" bzw. Art erzeugt, so schwingt immer das Gen beider Tiere, die zur Kreuzung benutzt wurden, mit.. Dieses kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.

      Beste Grüße,

      Torsten
      "Freundschaft ist eine Tür zwischen zwei Menschen. Sie kann manchmal knarren, sie kann klemmen, aber sie ist nie verschlossen."
      -Balthasar Gracián y Morales-
    • Hallo Zusammen,

      Marian sprach von neuen Gattungen bei Kreuzungen. Das ist so nicht richtig. Neue Gattungen entstehen dadurch nicht, es werden nur neue Arten gezogen.
      Beispiel: Gattung Caridina x Gattung Caridina ( Tiger x Biene)= Tibee --> Neue Art, gleiche Gattung da immer noch Caridina. Die Ändert sich dadurch nicht.

      Aber mal davon abgesehen waren seine Bedenken, das wahllose Kreuzen der Gattungen, nicht unbegründet. Würde es nicht Züchter geben die reine Stämme
      erhalten, würden wir irgendwann nur noch Kreuzungen sehen und die Urstämme würden verschwinden.
      Erste Anzeichen gibt es ja schon, Ob das so weiter geht liegt ja bei uns.

      Grüße Jürgen
      Gruß Jürgen

      Kann mich mal wer über das Moos führen?!